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Elf Rechtsanwälte müsst ihr sein

Schwarzenbek. Der Niederlage auf dem grünen Rasen soll, so hoffen die Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten Oststeinbeker SV, ein Sieg am Grünen Tisch folgen. Der Verein hat Protest gegen das 6:7 nach Elfmeterschießen im Oddset-Pokal beim SC Schwarzenbek eingelegt.
Benjamin Menger (SC Schwarzenbek, links) im Zweikampf mit Oststeinbeks Stürmer Alexander Pohlmann. Ob der Pokal-Triumph des SCS Bestand hat, entscheidet sich nun nicht mehr auf dem grünen Rasen, sondern am Grünen Tisch.
Foto: Thomas Rokos
Benjamin Menger (SC Schwarzenbek, links) im Zweikampf mit Oststeinbeks Stürmer Alexander Pohlmann. Ob der Pokal-Triumph des SCS Bestand hat, entscheidet sich nun nicht mehr auf dem grünen Rasen, sondern am Grünen Tisch.
Begründung: Die kurzfristige Vorverlegung der Partie von 19 auf 18 Uhr, die einen Tag vor Anpfiff bekannt wurde, verstoße gegen Regeln des Hamburger Fußball-Verbandes.
Bereits in der Halbzeitpause beim Stand von 1:1 hatte OSV-Trainer Stefan Kohfahl am Dienstagabend rechtliche Konsequenzen angedroht, weil einige seiner Spieler und auch er selbst es nur verspätet zur Partie geschafft hatten. „Das hat also nichts mit der späteren Niederlage zu tun“, argumentiert Kohfahl, „der Verband kennt offenbar seine eigenen Regeln nicht.“
Und die besagen: „Anträge auf Spielverlegung müssen fünf Tage vor dem Spieltag in der HFV-Geschäftstelle vorliegen. Zwischen dem Eingang des Antrages auf Spielverlegung und dem vereinbarten Austragungstermin müssen mindestens fünf Tage liegen.“ So steht es in den Durchführungsbestimmungen für die Saison 2010/11 (§ 5.26.2). Und in der Spielordnung (§ 19) heißt es: „Die Ansetzung von Pflichtspielen ist mindestens zehn Tage vor dem Spieltag bekanntzugeben. Änderungen des Spielbeginns sind den beteiligten Vereinen spätestens fünf Tage vor dem Spieltag zur Kenntnis zu bringen.“ Somit ist die gängige Praxis, die ersten Pokalrunden im Wochenrhythmus abzuhandeln, ein Verstoß gegen die Bestimmungen.
Trotzdem gibt HFV-Sprecher Carsten Byernetzki dem Einspruch nicht viele Chancen, da das bloße Antreten der Oststeinbeker in Schwarzenbek als stillschweigendes Einverständnis mit den Spielbedingungen zu werten sei. „Die durchgehende Rechtsprechung in solchen Fällen ist, dass eine Mannschaft in dem Moment, indem sie antritt, ihren Protest verwirkt hat“, stellt er heraus. Beim SC Schwarzenbek ist man irritiert. „Wir haben noch einvernehmlich den Spielberichtsbogen ausgefüllt“, wundert sich Manager Frank Flatau, „es ist schade, dass einige offenbar nicht verlieren können.“
  • Freitagabend, 13. August: Germania Schnelsen – Oststeinbeker SV (19 Uhr, Riekbornweg).
4 Kommentare
gerd meint:
Ostprotestbek ist wieder da. Wie Peinlich!
Fairlierer meint:
Das nenne ich Sportsgeist. Fast die gesamten 120 Minuten vom Schiedsrichter bevorteilt, ein ganz schlechter Auftritt, der an Arroganz nicht zu Toppen war und letztendlich zu blöd im Elfmeterschiessen. Wo war der Klassenunterschied? Da bietet sich ein Einspruch ja förmlich an. Erstrecht wenn man als Team-Manager einschlägig vorbelastet ist. Hier wird die Fairness mit Füssen getreten.
Fairplay meint:
Kofahl hat sich noch lustig gemacht, weil der SCS bzgl. der Vorverlegung bei ihm selbst angefragt hatte ( es ging ums Flutlicht bei möglicher Verlängerung!!!!). Man fand es beim OSV lustig, dass der SCS überhaupt dran denke gegen den OSV die Verlängerung zu erreichen.
Schmeiss mich wech!!!!!!!!!
Peinlich Herr Kofahl hinterher so zu lügen!!!!!!

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© Bergedorfer Zeitung 2008