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Carina Witthöft: Eine Klasse für sich!

Wentorf. Die deutschen U16-Hallenmeisterschaften in Essen hatten für die Wentorfer Tennis-Hoffnung Carina Witthöft unter keinem guten Stern gestanden.
Setzte sich ohne einen einzigen Satzverlust durch: Die 15-jährige Carina Witthöft.
Foto: Volker Koch
Setzte sich ohne einen einzigen Satzverlust durch: Die 15-jährige Carina Witthöft.
Nachdem die 15-Jährige nach dem Jahreswechsel eine mehrwöchige Turnierpause eingelegt hatte und anschließend bei zwei Damen-Veranstaltungen jeweils in der ersten Runde ausgeschieden war, reiste sie ohne nennenswerte Spielpraxis zu den nationalen Titelkämpfen nach Essen. Viele Mitstreiterinnen von Witthöft wären bei solch einer Vorbereitung wohl mit gewissen Selbstzweifeln in das Turnier gegangen. Nicht so die Wentorferin. In beeindruckender Manier entledigte sich das Talent ihrer Gegnerinnen und hielt am Ende den Siegerpokal in den Händen.
„Dass Carina nach dieser missglückten Vorbereitung etwas reißt, hätten wir nicht gedacht“, freute sich Vater Kai Witthöft über den Husarenritt seiner Tochter. Der Meisterschaftstitel war zugleich ein Ergebnis harter Arbeit. Denn im Vorwege der DM hatte die junge Wentorferin gemeinsam mit ihrem neuen Trainer Florian Meier intensiv an ihrer Griffhaltung und der Aufschlagtechnik gefeilt. Zunächst ohne positives Ergebnis. Die beiden Erstrunden-Pleiten bei den Damen-Turnieren sorgten nicht nur für Unbehagen, sondern auch mangelnde Spielpraxis.
Die wollte die 15-Jährige dann in einem Punktspiel ihres Vereins, des Clubs an der Alster, sammeln. Doch ihre Kontrahentin musste wegen einer Verletzung im ersten Satz aufgeben. „Ich hätte gerne noch ein Trainingsmatch für die Meisterschaft bestritten“, blickt Witthöft zurück.
Ohne wirklich ihren Leistungsstand zu kennen, trat die Schülerin schließlich in Essen an. Und das auch noch mit der Favoritenbürde - Witthöft war an Nummer eins gesetzt. „Sie hat sich von Runde zu Runde gesteigert. Der Vorhandgriff und der Aufschlag waren um einiges besser als vorher“, urteilte Vater Kai Witthöft.
Im Endspiel gegen die an Position zwei gesetzte Stephanie Wagner (Bamberg) zeigte die Wentorferin dann ihre beste Leistung und gewann mit 6:1, 6:4. „Für mich ist die Meisterschaft wichtiger als ein Sieg bei einem Damen-Turnier“, freute sich die 15-Jährige.
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