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Fußballer im Termin-Stress

Nettelnburg. Rien ne va plus – nach einer Stunde ging am Freitagabend nichts mehr auf dem Kunstrasenplatz des SV Nettelnburg/Allermöhe am Henriette-Herz-Ring.
Der Schnee macht Fußballspielen, so wie hier beim Düneberger SV, derzeit unmöglich.
Foto: Erdal Torun
Der Schnee macht Fußballspielen, so wie hier beim Düneberger SV, derzeit unmöglich.
Nachdem Alexander Barnewitz vom SVNA ohne Einwirkung eines Spielers vom FC Alsterbrüder auf der dicken Schneedecke ausgerutscht war, brach Schiedsrichter Aykut Kartal die Bezirksliga-Partie beim Stand von 1:0 ab. Einige Kilometer weiter, in Aumühle, war bereits in der Halbzeit des Kreisliga-Kicks zwischen den zweiten Teams des TuS und des SV Börnsen Feierabend. Tief „Yve“ hatte den Winter mit heftigem Schneefall zurück ins Heimatgebiet gebracht und Fußballspielen selbst auf künstlichem Grün unmöglich gemacht.
Die Spiele auf allen Rasen- und Grandplätzen hatte der Hamburger Fußball-Verband bereits am vergangenen Dienstag abgesagt. Und weil für diese Woche nachts Frost angekündigt ist, die weiße Pracht also liegen bleiben dürfte, sieht es auch fürs kommende Wochenende düster für einen geregelten Spielbetrieb aus. „Es würde mich nicht überraschen, wenn selbst in zwei Wochen noch nichts geht“, unkt HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki.
Eine Verlängerung der Saison kommt für Joachim Dipner indes (noch) nicht in Frage. „Die 16er-Ligen (von der Landesliga abwärts, die Red.) spielen bis Mitte Mai, da haben wir noch etwas Luft“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende. Genauer gesagt bis zum Ende der 18 Teams starken Oberliga, die erst am 30. Mai endet. Darüber hinaus will er nur im Notfall gehen. „Die Plätze stehen nicht ewig zur Verfügung. Die Bezirksämter schließen sie zur Platzpflege, und wir müssen noch die Aufstiegsspiele über die Runden bringen“, erklärt Dipner.
Doch freie Termine wie Pfingsten sind inzwischen rar gesät. An Ostern wird in nahezu allen Ligen zweimal gekickt, zudem sind in der Oberliga drei Spieltage komplett in die Woche verlegt. Besonders hart hat es den VfL Lohbrügge getroffen, der noch 17 Partien austragen und damit im Schnitt alle drei Tage ran muss. „Die Chancen sind für alle gleich, ich sehe das entspannt. Auch wenn ich schon weiß, dass, wenn wir dienstags um 18 Uhr in Uetersen spielen sollen, mir nicht alle Akteure zur Verfügung stehen werden“, sagt VfL-Coach Sven Schneppel. Und SVNA-Trainer Klaus Behla betont: „Die Amateure haben eine höhere Belastung als die Profis.“
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