Tischtennis
Schwarzenbek siegt – Oliver Alke kriselt
Montag, 1. März 2010 19:25
- Von Oliver Schröder
Schwarzenbek. Drei Einzelduelle in Serie hatte Oliver Alke vor dem Regionalliga-Derby beim TSV Schwarzenbek verloren. Ein ungewohntes Bild, blieb der Spitzenspieler der Tischtennis-Freunde Bergedorf/Vier- und Marschlande doch in der gesamten Hinrunde ungeschlagen.

Foto: Erdal Torun
Konzentriert bereitet sich Schwarzenbeks Sören Wegner auf seine Angabe vor. Patrick Khazaeli von den TTF BVM ist bereits in Lauerstellung.
Schwächelt Alke, gerät sein Team in die Bredouille. Das mittlere und untere Paarkreuz der Bergedorfer sind keine Punktegaranten und daher auf Alkes Siege angewiesen. Doch gegen die Europastädter setzte sich seine Krise fort. Schlimmer noch: Schwarzenbeks Nummer zwei Christopher Doran zeigte dem 39-Jährigen die Grenzen auf und schlug Alke 3:0 (12:10, 11:7, 11:2). Auch gegen Nicolai Popal zog er mit 1:3 den Kürzeren. Unmittelbar nach dem Derby flüchtete Alke aus der Halle. Die 5:9-Niederlage war zuviel für ihn gewesen!
„Wir müssen auch einmal 3:0 nach den Doppeln führen. Olli und ich können eben nicht immer gewinnen“, verteidigte die Nummer zwei der Tischtennis-Freunde, Kay-Andrew Greil, seinen Doppelpartner. Gegen die Europastädter lagen die Gäste vor den Einzeln bereits mit 1:2 hinten – den Punkt holten Alke/Greil – der Anfang vom Ende.
Nach der vierten Pleite in Folge wird es für die auf Platz sieben abgerutschten TTF plötzlich eng. „Wir stecken jetzt voll im Abstiegskampf“, weiß Greil. Nur ein Punkt trennen die Bergedorfer noch von Relegationsplatz neun.
Doch zittern müssen bis auf Tabellenführer TuS Celle, der das Feld mit 33 Zählern souverän anführt, und das schon fast sicher abgestiegene Schlusslicht Friedrichsort, eigentlich alle Teams – so dicht liegt das Feld beisammen. „So eine ausgeglichene Liga habe ich noch nie gesehen“, sagte Schwarzenbeks Manager Immo Wegner. Denn selbst der TSV, der nach dem Derbysieg auf Platz drei springt, hat nur fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Selbstbewusstsein ist jedoch erlaubt. Jedenfalls zeigt die Formkurve der Schwarzenbeker steil nach oben. Bereits tags zuvor gab es Grund zur Freude. Gegen die Reinickendorfer Füchse siegte der TSV ebenfalls mit 9:5. „Dieses Spiel war für mich schon ein bisschen besonders“, sagte Popal, der wie Teamkollege Stephan Köpp in Berlin lebt. Durch die Siege zog der TSV an den Hauptstädtern vorbei.
TSV-Punkte gegen TTF: Popal/Doran, Boeglin/Skrobanek; Boeglin (2), Popal, Doran, Köpp, Wegner, Skrobanek.
gegen Reinickendorf: Popal/Doran, Boeglin/Skrobanek; Köpp, Boeglin (je 2), Popal, Doran, Wegner.
TTF-Punkte: Alke/Greil; Greil (2), Khazaeli, Wienefeld.

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