Tischtennis
Ein 14-Jähriger in der Regionalliga
Dienstag, 23. Februar 2010 18:57
- Von Oliver Schröder
Schwarzenbek/Bergedorf. Ein bisschen nervös war Frederik Spreckelsen schon. „Ich habe ein Spiel gebraucht, um reinzukommen“, erklärte der Gymnasiast.

Foto: Erdal Torun
Frederik Spreckelsen vom TSV Schwarzenbek
Als Ersatz für Marcel Boeglin (Bundesranglistenfinale der Jungen) debütierte der Youngster für den TSV Schwarzenbek in der Tischtennis-Regionalliga. Und das mit gerade einmal 14 Jahren!
Selbstbewusst trat der A-Schüler, der seit Saisonbeginn für die Landesliga-Herren des TSV im Einsatz ist, in der Partie gegen Tabellenschlusslicht SV Friedrichsort an die Platte und überzeugte prompt. Zwar reichte es für Frederik bei der 6:9-Niederlage zu keinem Sieg. Doch vor allem in seinem zweiten Einzel gegen Christoph Hundhausen zeigte er, welches Potenzial in ihm steckt. Dort unterlag der Rotschopf knapp in vier Sätzen (6:11, 13:15, 12:10, 10:12).
„Er hat stark gespielt. Man hat aber gesehen, dass ihm die Erfahrung fehlt“, erklärte TSV-Sprecher Tobias Henke. Nach einem zweiten Platz bei den norddeutschen Meisterschaften und der Qualifikation für die nationale Endrunde belohnte ihn der TSV für seine Leistungen. Von den Teamkollegen bekam er vor seinem Premierenauftritt den richtigen Tipp. „Ich soll mir keinen Kopf machen“, erklärte der Debütant. Das sollten nach dem Duell eher seine Mitspieler tun. „Friedrichsort liegt uns irgendwie nicht“, rätselt Henke. Bereits im Hinspiel taten sich die Europastädter schwer (8:8). Gegen den Tabellenzweiten SV Bolzum war es am Vortag deutlich besser gelaufen. Der TSV siegte 9:7.
Ohne Punkte kehrten die Tischtennis-Freunde Bergedorf/Vier- und Marschlande aus Ostfriesland zurück. Gegen den SV Blau-Weiß Emden-Borssum verloren die TTF mit 4:9, beim MTV Jever 3:9. Berufs- und krankheitsbedingt musste Spitzenspieler Oliver Alke zwei Wochen pausieren. Erst einen Tag vor dem Duell gegen Emden nahm die Nummer eins das Training wieder auf. Die fehlende Praxis machte sich bemerkbar. Nur eines von vier Einzeln entschied der 39-Jährige für sich. „Mit drei oder vier Trainingseinheiten mehr hätte es wohl anders ausgesehen“, stellte Alke klar. Zumindest über einen Erfolg konnten sich die Bergedorfer freuen. Kay-Andrew Greil war in der Vorwoche in Berlin norddeutscher Vizemeister geworden. Im Finale unterlag er dem Lokalmatadoren Deniz Aydin knapp mit 3:4.
TSV-Punkte gegen Bolzum: Popal/Doran (2), Wegner/Skrobanek; Wegner (2), Popal, Doran, Köpp, Skrobanek; gegen Friedrichsort: Popal/Doran; Popal, Wegner (je 2), Skrobanek.
TTF-Punkte gegen Emden-Borssum: Alke/Greil; Greil (2), Alke; gegen Jever: Alke/Greil; Greil, Bozanoglu.
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