Fussball
Alle Spiele bis 21. Februar abgesagt
Dienstag, 9. Februar 2010 20:22
- Von Olaf Lüttke
Bergedorf. Der Schnee fast einen halben Meter hoch, darüber ein Eispanzer – so wie beim SC Schwarzenbek sieht es derzeit auf fast allen Fußballplätzen im Heimatgebiet aus.

Foto: Torun
Der Ligabestrieb steckt in einer Zwangspause. Weil tiefer Schnee auf den Spielfeldern liegt, ist fast jeder Rasenplatz gesperrt.
„Hier kann in diesem Monat nicht gespielt werden“, ist sich Robert Meyer, der Trainer des SC Schwarzenbek sicher. Auch der Hamburger Fußball-Verband hat frühzeitig reagiert. Bereits am Dienstag sagte der HFV alle Partien bis zum 21. Februar ab. Auch Testspiele dürfen auf staatlichen Plätzen nicht ausgetragen werden. „Wir wollten allen Mannschaften, Trainern und Schiedsrichtern Planungssicherheit geben“, sagte Carsten Byernetzki. Der Pressesprecher des Verbandes geht davon aus, dass auch am letzten Wochenende im Februar der Ligabetrieb in Hamburg noch ruhen wird.
Panik ist bei den HFV-Ansetzern jedoch noch nicht ausgebrochen. Die Vereine in den 16er-Staffeln (von der Landesliga abwärts) könnten an Karfreitag und Ostermontag ihre ausgefallenen Partien nachholen. Zudem ist das Wochenende 1./2. Mai im Moment noch spielfrei. In der Oberliga (18 Klubs) gibt es mit Karfreitag und dem 22./23. Mai noch zwei Ausweichtermine, die durch die gestrige Generalabsagen aber nun belegt sein dürften. Zumindest in der Oberliga dürften ganze Spieltage in die Woche verlegt werden.
Wohl dem, der einen vereinseigenen Kunstrasenplatz hat: wie der SV Curslack-Neuengamme. Ob Holstein Kiel, der VfB Lübeck, Victoria oder Polonia aus Hamburg, sie alle haben in diesem Winter schon bei den Vierländern nachgefragt. Der SVCN nimmt 150 Euro pro Spiel. „Dafür haben wir den Platz auch immer vom Schnee befreit“, erklärt Obmann Ferdi Clausen. Auch Siegfried Niemand kann sich vor Anfragen kaum retten. Doch der Abteilungsleiter des SC Vier- und Marschlande musste den Clubs für dieses Wochenende absagen. „In der Nacht soll es schneien, und wir können nicht vor Montag räumen.“
Aber nicht nur die Vereine mit Kunstrasenplätzen gehören zu den Gewinnern, denn zahlreiche Mannschaften verlegen ihr Training in die Halle. „Wir sind in den kommenden Wochen von 17 bis 23 Uhr komplett voll“, sagt Alexander Tgahrt von City Sport Bergedorf in Curslack. Im Dima Sport-Center in Lohbrügge sind nur noch wenige Spielzeiten zu bekommen, im Sport-Park Reinbek sieht es ähnlich aus. Wer zum Fußballspielen in die Halle will, muss sich also sputen. „Wir haben bis Ende Februar gebucht“, berichtet Kai Smolarski, Obmann des SV Börnsen

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
RSS
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche




herbert meint:
wenn man spielen will, kann man auch spielen.
früher haben wir auch auf schnee gespielt und es gab keine absagen. verletzt hat sich auch selten jemand auf schnee.
für mich sind die leute von den bezirksämtern und vom verband die treuloseten feiglingen.
wofür gibt es eigentlich noch die roten bälle?
bringt sie alle zum verband und lasst sie weiß übermalen.