SC SCHWARZENBEK

Neubeginn an der Schützenallee

Sicherer Rückhalt: Torhüter Lucas Scheunemann wehrt im Hinspiel einen Schuss von Lohbrügges Tim Santelmann ab. Scheunemann ist einer der wenigen Stammspieler, der beim SC Schwarzenbek geblieben ist.

Foto: Hanno Bode

Sicherer Rückhalt: Torhüter Lucas Scheunemann wehrt im Hinspiel einen Schuss von Lohbrügges Tim Santelmann ab. Scheunemann ist einer der wenigen Stammspieler, der beim SC Schwarzenbek geblieben ist.

Schwarzenbek. Der Fortbestand des SC Schwarzenbek scheint gesichert. Nach langer Suche hat sich ein Schattenkabinett gebildet, dass die Vereinsführung übernehmen soll.

Aus der Mannschaft des SC Schwarzenbek, die am ersten Spieltag der Fußball-Landesliga mit 0:4 beim VfL Lohbrügge unterging, ist ein halbes Jahr später gerade mal ein Quartett übrig geblieben: Lucas Scheunemann, Max Nowak, Viktor Schner und Michael Weber – wobei nur die beiden Erstgenannten regelmäßig zur Startelf zählten. Der Rest verließ das Schlusslicht nachdem sich Sponsor und Vorstand bei den Europastädtern zurückgezogen hatten (wir berichteten).

Personeller Aderlass

Wenn es am Sonntag nun erneut gegen Lohbrügge geht (15 Uhr, Schützenallee), ist dies der Beginn einer neuen Zeitrechnung beim SC Schwarzenbek. Fortan werden viel kleinere Brötchen gebacken. „Keine Kohle fürs Kicken“, lautet das Credo von Neu-Trainer Sven Reinke und seiner Crew um Teammanager Florian Leibold.

„Wir haben eine Truppe, die viele Jahre Vereinszugehörigkeit aufweist“, sagt Reinke, der die meisten Akteure aus seiner zehnjährigen Zeit als Coach der „Zweiten“ kennt und der für seinen Verein ein Sabbatjahr vom Trainerdasein sechs Monate früher beendete.

„13 knüppelharte Partien“

„Auf uns warten 13 knüppelharte Partien. Die Anderen haben bessere Einzelkönner. Aber das hat keinen Einfluss auf unsere Taktik. Wir werden uns zerreißen“, verspricht Reinke, der den Klassenerhalt nicht aufgegeben hat und dessen Teams bislang schnelles Umschalten und eine gute Organisation auszeichneten.

Apropos Organisation: In einer Woche (Freitag, 24. Februar) geht es auch bei der Vereinsführung um die Zukunft. Unter Punkt 5.8 der Tagesordnung steht die mögliche Auflösung des SCS und eine Eingliederung in den TSV Schwarzenbek – sollten keine Kandidaten für die vakanten Vorstandsposten (1. und 2. Vorsitzender, Schatzmeister) gefunden werden. „Wir werden uns nicht dem TSV anschließen. Es gibt ein Schattenkabinett“, weiß Reinke.

Zukunft gesichert

Dem Vernehmen nach handelt es sich hierbei um Vertreter aus der Jugendabteilung sowie aus dem Seniorenbereich. Und zu guter Letzt hoffen die Schwarzenbeker nach den jüngsten Entschlüssen der Politik darauf, dass im nächsten Winter endlich auch die neuen Umkleidekabinen stehen.

Viel Neues gibt es übrigens auch beim VfL Lohbrügge, der immerhin seinen halben Kader in der Winterpause ausgetauscht hat. Mit dem Spiel in Schwarzenbek beginnen für die ebenfalls abstiegsbedrohten Lohbrügger die „Wochen der Wahrheit“, in denen sie gegen direkte Konkurrenten punkten müssen.