Fußball

Prügelnder Spielervater des FC Bergedorf steht vor dem Amtsgericht

Nun muss Justitia, Göttin der Rechtsprechung und der Gerechtigkeitsteht entscheiden.

Foto: Wolfram Steinberg / picture-alliance/ dpa

Nun muss Justitia, Göttin der Rechtsprechung und der Gerechtigkeitsteht entscheiden.

Bergedorf. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen bei einem E-Junioren-Hallenturnier einen Betreuer und Kinder geschlagen zu haben.

Knapp ein Jahr liegt die Prügelei bei einem E-Junioren-Spiel um die Hamburger Fußball-Hallenmeisterschaft zwischen dem FC Bergedorf und dem FC Bingöl zurück (wir berichteten). Nun muss sich der Bergedorfer Spielervater A. vor dem Amtsgericht Harburg für seine Taten verantworten.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 17. Januar 2016 einem Betreuer des FC Bingöl, der gerade zwei rangelnde Kinder trennen wollte, mit der Faust auf die Nase geschlagen zu haben. Folge: ein Nasenbeinbruch. Anschließend soll A. auch ein achtjähriges Kind mit der Faust gegen das Jochbein geschlagen und gegen die Hallenwand geschubst haben. Ein Zehnjähriger konnte einem weiteren Schlag von A. noch ausweichen, sodass er nur gestreift wurde.

Zum Prozess kommt es jetzt nur, weil der mutmaßliche Schläger gegen einen Strafbefehl vorgeht. Er sollte 110 Tagessätze à 30 Euro zahlen. Damit wäre die Strafe im Führungszeugnis vermerkt.

Der Fall hatte im vergangenen Jahr überregional für Schlagzeilen gesorgt. Zur Verhandlung vor dem Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbandes, das A. für ein Jahr von allen Spielen seines Sohnes verbannte, war sogar ein TV-Team erschienen.