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Spion auf dem Fahrrad

Curslack. Mit dem SV Curslack-Neuengamme und Germania Schnelsen treffen zum Saisonstart in der Fußball-Oberliga gleich der Dritte und Vierte der vergangenen Spielzeit aufeinander. Zeit für ungewöhnliche Maßnahmen, so dachte sich wohl SVCN-Trainer Torsten Henke.
SV Curslack-Neuengamme, Torsten Henke
Foto: Hanno Bode
SVCN-Trainer Torsten Henke hat sich die Stärken und Schwächen des ersten Gegners, Germania Schnelsen, genau ausgeguckt.
Obwohl Germania Schnelsen zu den Top-Teams der Fußball-Oberliga gehört, war die Elf des neuen Trainers Bert Ehm zuletzt stets ein dankbarer Kunde für den SV Curslack-Neuengamme. Drei von vier Punktspielen in den vergangenen beiden Jahren entschieden die Vierländer für sich. Kein Wunder, dass der Respekt auf Schnelsener Seite riesengroß ist. „Eine ganz schwere Nuss“, gelte es zu knacken, heißt es auf der Schnelsener Homepage vor der Partie zum Saisonauftakt am Sonnabend (15 Uhr) am Gramkowweg in Curslack.
Komplimente, die SVCN-Trainer Torsten Henke nur zu gerne zurückgibt. „Der Respekt ist beidseitig“, betont er, „ich erwarte Schnelsen auch in dieser Saison wieder im vorderen Bereich.“ Und da Vorsicht bekanntlich die Mutter der Porzellankiste ist, radelte Henke höchstpersönlich bis nach Kröppelshagen, wo er die Schnelsener beim 2:0-Testspielerfolg gegen die TuS Dassendorf unter die Lupe nahm. „Wir müssen das Offensivquartett mit Tamer Dönmez, Sebastien Mankumbani, Stephan Rahn und Björn Nadler in den Griff bekommen“, lautete das Ergebnis seiner Spionage-Tour, „davon hängt alles ab.“
Vielleicht hilft bei diesem Vorhaben ja die Wahl des richtigen Spielsystems weiter. Henke ließ seine Elf in der ersten Hälfte des Testspiels gegen Dassendorf im ungewohnten 4-2-3-1-System agieren. Es war die beste Hälfte der gesamten Vorbereitung und brachte eine 2:0-Führung hervor, die die Vierländer allerdings später noch verspielten.
Zuletzt wechselte Henke dann aber wieder zum gewohnten 4-4-2-System mit den beiden Neuzugängen Jan Landau und Alexander Pohlmann als Spitzen. „Wir können beides spielen“, betont Henke, „da Alex ein Stürmer ist, der sich gerne weit zurückfallen lässt, sind die Unterschiede oft nur Details.“ Mal schauen, ob er am Sonnabend die richtige Mixtur findet.
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