28.06.12

Handball

Verjüngungskur bei der Lauenburger SV

Lauenburg. Langsam und langweilig - so sah das Spiel der Handballer der Lauenburger SV in der vergangenen Landesliga-Saison zumeist aus. Der neue Spielertrainer Carmelo Hadeler will wieder mehr Zuschauer in die Halle locken: mit einem modernen System. Von Dirk Schulz

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Foto: Montage Lauenburger SV

Das Team der Lauenburger SV (v.l.): Enrico Gau, Frank Mathias, Jan Kraftschick, Ole Grandt, Christopher Stapelfeldt, Lieven Prötzig, Daniel Schwarz, Michael Börger, Florian Simon, Jonathan Fengler, Marcel Busch, Sven Schmidt, Torsten Schütt, Mirco Kröppelin, Jan Deppe. Es fehlt Ole Horstmann.

Foto: Lauenburger SV

Sie bestimmen die Geschicke der LSV-Männer: Athletik-Trainer Jens Grundmann, Spielertrainer Carmelo Hadeler, "Manager" Markus Reich.

Als sich Michael Börger das farbige Leibchen überstreifte, wusste Jan Kraftschick genau, was ihm blühte. "Jetzt wird's gleich weh tun", sagte der Handballer der Lauenburger SV. Erstmals in der Vorbereitung auf die anstehende Landesliga-Saison hatten die Elbestädter die neue Deckungsvariante einstudiert. Dabei gab es zunächst Duelle "Mann gegen Mann". Und hier kennt Abwehrchef Börger selbst im Training keine Freunde.

Der 31-Jährige ist neben Florian Simon und Frank Mathias eine der Säulen im Spiel des neuen Trainers Carmelo Hadeler - in der Deckung unverzichtbar und mit seiner Erfahrung eine wichtige Orientierungsstütze für die vielen jungen Akteure.

Nach dem Abschied des alten Übungsleitergespanns Thilo Asmus/Carsten Mahnecke will Spielertrainer Hadeler (39) die Auftritte der Lauenburger attraktiver und temporeicher gestalten. "Letzte Saison haben wir keinen schönen Handball gespielt. Wir waren gut am Kreis, hatten aber weder eine zweite Welle noch eine schnelle Mitte", sagt Hadeler.

Damit das Team über die dafür notwendige Physis verfügt, haben die LSV-Männer Jens Grundmann als Fitnesscoach gewinnen können. Bereits eine Woche nach dem Ende der abgelaufenen Serie hatte Grundmann, der auch die Lauenburger Oberliga-Frauen in Form bringt, mit dem Grundlagentraining begonnen.

Somit hat das neu formierte Team - fünf Akteure rücken aus der eigenen "Zweiten" auf, zwei aus der A-Jugend, dazu kommt mit Daniel Schwarz (Mecklenburger HC) ein externer Neuer - auch genügend Zeit die zwölf komplett neuen Spielzüge einzustudieren. "Wie erfolgreich wir sein werden, wird man sehen. Wir möchten auf jeden Fall wieder mehr Zuschauer in die Halle locken", sagt Hadeler.

Die Vorgabe ist ein besseres Ergebnis als 2011/12 (Platz sieben). Zudem soll die zuletzt wacklige Abwehr, die die drittschlechteste der Landesliga war, entscheidend verbessert werden. Hadelers Arbeit ist indes mittelfristig ausgelegt. Mit Markus Reich gibt es jemanden, der sich neue und bestehende Sponsoren kümmert. Irgendwann sollen dann die Spieler der derzeitigen B-Jugend den Stamm der ersten Mannschaft bilden. Und solche Youngster brauchen eben "alte Hasen" wie Börger, an den sie sich orientieren können. "Unsere Spieler haben Angst vor ihm", sagt Hadeler.

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