13.06.12

Nach drei Jahren

Zu unerfahren: VfL-Trainer entlassen

Geesthacht. Die Handballer des VfL Geesthacht haben sich nach drei Jahren von Trainer Michael Freyher getrennt. Begründung: Der 42-Jährige sei zu unerfahren. Nachfolger wird Jean-René Dambel. Von Oliver Schröder

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Foto: Volker Koch

Als Trainer des VfL Geesthacht gefeuert: Michael Freyher.

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Der Neue: Jean-René Dambel.

Drei Jahre lang hatte Trainer Michael Freyher dem Spiel der Handballer des VfL Geesthacht seinen Stempel aufgedrückt. Besonders die lange Zeit wackelige Defensive stand in der abgelaufenen Spielzeit sicher.

435 Gegentreffer bedeuteten die zweitwenigsten Gegentore in der Kreisoberliga. Dazu wurden die Elbestädter Vizemeister und verpassten den Landesliga-Aufstieg nur knapp. Doch dem VfL-Vorstand war dies nicht genug, sie setzten Freyher kurz vor dem Beginn der Vorbereitung vor die Tür.

"Wir sind Michi für seine Arbeit dankbar. Er hat stets mit vollem Engagement gearbeitet", betont VfL-Erwachsenenwart Michael Dams. Dennoch setzen die Elbestädter künftig auf mehr Erfahrung. Für den 42-jährigen Freyher verpflichteten sie den 17 Jahre älteren Jean-René Dambel, der lange Zeit als Trainer und Teammanager beim TuS Aumühle-Wohltorf wirkte. Der verpasste Aufstieg habe keinen Einfluss auf den Entscheidungsprozess gehabt. "Wir sind der Meinung, dass Michi als Trainer einfach noch nicht so weit ist, um alles aus der Mannschaft herauszukitzeln", erklärt Dams, der sein Amt als Trainer der VfL-Frauen nach dem Landesliga-Aufstieg Mitte Mai aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.

Dennoch sind die Ambitionen im Verein gestiegen. Die Frauen spielen schon in der Landesliga, und mit dem neuen Trainer Thomas Brodeßer, der gleich mehrere Leistungsträgerinnen aus Aumühle mitbrachte, scheint sogar der Durchmarsch möglich. Die Männer, denen Dams großes Potenzial bescheinigt, sollen folgen. "Mittelfristig wollen wir mit beiden Mannschaften in die Schleswig-Holstein-Liga", fordert Erwachsenenwart Dams.

Derweil hat der geschasste Freyher an seiner Entlassung mächtig zu knabbern. "Das Ganze ist sehr enttäuschend. Das kann ich so schnell nicht verdauen", sagt der Ex-Trainer, dessen Vertrag der Vorstand erst im Januar um ein Jahr verlängert hatte. "Wir haben mit Michael eine tolle gemeinsame Zeit gehabt", betont VfL-Obfrau Uschi Kallenberg, "aber am Ende haben wir eine sportliche Entscheidung getroffen."

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