21.05.12

Düneberger SV

Trainer Hartmut Wulff schmeißt hin

Düneberg. Der Düneberger SV steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach dem Abstieg in die Fußball-Kreisliga hat Trainer Hartmut Wulff die Konsequenzen gezogen und bat um die Aufhebung seines Vertrages. Auch fast der komplette Kader hegt nach einer verkorksten Saison Abschiedsgedanken. Von Dirk Schulz

Ist als Trainer des Düneberger SV zurückgetreten: Hartmut Wulff.
Foto: Thomas Rokos Ist als Trainer des Düneberger SV zurückgetreten: Hartmut Wulff.

Der DSV-Abteilungsvorstand hat Wulffs Wunsch entsprochen. Als einer der ersten Spieler verlässt der Kapitän das sinkende Schiff: Timo Lübbers wechselt wie auch die zuletzt nicht mehr eingesetzten Brüder Faruk und Tarik Tuncer sowie Gökhan Dogan zum Nachbarn FSV Geesthacht. Zuvor standen bereits die Abgänge von Sascha Korndörfer (SCVM) und Michel Siepelt (Börnsen) fest. "In der Mannschaft gibt es viele Reisende", sagt Wulff, der als Hauptgrund für seinen Abgang die "desolate Einstellung der Mannschaft" angab.

Im Bezirksliga-Abstiegskampf trainierte er zuletzt meist nur mit acht Mann. In der gesamten Serie setzte er insgesamt 38 verschiedene Akteure ein. "Das ist nicht gesund. Außerdem haben Spieler Einwechslungen verweigert, haben sich in der Pause aus Lustlosigkeit auswechseln lassen oder sind gar nicht erst zum Training erschienen", klagt Wulff.

Dabei hatte der Geesthachter Stadtteilklub nominell durchaus ein schlagkräftiges Team beisammen. "Weder Trainer, Vorstand oder Spieler haben es verstanden, eine Mannschaft zu bilden", resümiert Ligaobmann Andreas Kreutzer. Der schleichende Abstieg begann bereits mit dem Abgang von Coach Burhan Öztürk in der Winterpause der Saison 2010/11, der über den Umweg GSK Bergedorf inzwischen beim FSV gelandet ist. Besonders zwischen dem inzwischen nach Spanien ausgewanderten Manager José Exposito und der Mannschaft war es zu Spannungen gekommen.

Dabei war es zuvor am Silberberg rasant aufwärts gegangen. Seitdem der Verein einen Kunstrasenplatz besitzt marschierte der DSV von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga und belegte dort auch ohne Öztürk am Ende noch einen guten fünften Platz. "Wahrscheinlich hat es menschlich schon nicht gepasst, als es sportlich lief. Jetzt sind wir von der Realität eingeholt worden. Wir haben einen Sturzflug hingelegt", redet Kreutzer Klartext.

Wo dieser endet, ist derzeit offen. Das Ziel wird der Wiederaufstieg sein, wenn nicht in der kommenden Saison, dann in der darauffolgenden. Eines ist jedenfalls klar: "Der DSV wird den Kopf nicht in den Sand stecken", übermittelte Fußball-Obmann Thomas Josteit aus dem Urlaub.

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