12.04.12

GSK Bergedorf

Die Rache des Radko Rangelov

Aumühle. Der Fußball-Landesligist GSK Bergedorf spielt am Freitagabend beim TuS Aumühle-Wohltorf. Da war doch was? Die Vorgeschichte. Von Dirk Schulz

GSK Bergedorf, Radko Rangelov
Foto: Hanno Bode Der echte Radko Rangelov (Mitte) in der Partie des GSK Bergedorf gegen Lurup.

Sein Name ist seit dem 9. Oktober praktisch allen Hamburger Amateur-Fußballern ein Begriff: Radko Rangelov. Unter seinem Namen hatte der Fußball-Landesligist GSK Bergedorf im Hinspiel gegen den TuS Aumühle-Wohltorf (3:1) verbotenerweise einen anderen Akteur eingesetzt. Doch die Sache war aufgeflogen, woraufhin die Aumühler durch alle Instanzen des Hamburger Fußball-Verbandes zogen, bis ihrem Protest schließlich stattgegeben wurde. Die Folge: Der TuS bekam die drei Punkte zugesprochen, dem GSK wurden zudem sechs weitere Zähler abgezogen und 1500 Euro Geldstrafe aufgebrummt. Heute Abend steht nun das Rückspiel zwischen beiden Teams in Aumühle an (19.30 Uhr, Sachsenwaldstraße). Für genügend Brisanz ist gesorgt.

Erstens, weil diesmal der echte Radko Rangelov mit ziemlicher Sicherheit mit von der Partie ist. "Ich würde mich freuen, wenn Radko ein Tor schießt. Das wäre doch lustig", sagt GSK-Manager Sascha Rohde.

Zweitens, weil die Bergedorfer auf die sportliche Revanche brennen. "Ja, der GSK hat den Mist gebaut. Doch jetzt muss Aumühle dran glauben", verspricht Verteidiger Joe Warmbier.

Drittens, weil Kapitän Ibrahim Kilic, dem wegen des "Fall Rangelov" auch zwei Spiele Sperre aufgebrummt worden waren, ausgerechnet heute sein Comeback feiert.

Und viertens, weil beide Teams im Abstiegskampf jeden Punkt brauchen. Der TuS liegt drei Zähler zurück, hat aber schon zwei Spiele mehr ausgetragen. "Für uns ist das der letzte Strohhalm", weiß Kapitän Daniel Pechau. Gegen die personell aufgerüsteten und in diesem Jahr in der Liga noch ungeschlagenen Bergedorfer dürfte indes wenig zu holen sein – zumal bei dieser Vorgeschichte.

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