TuS Aumühle-Wohltorf
Wie die Jungfrau zum Kinde
Aumühle. Innerhalb weniger Wochen vom Torhüter zum Trainer: Diesen ungewöhnlichen Karriereweg schlug Marc Gruber beim Fußball-Landesligisten TuS Aumühle-Wohltorf ein. Sein großes Ziel: der Klassenerhalt. Von Olaf Lüttke
Zum Trainerposten beim TuS Aumühle-Wohltorf ist Marc Gruber gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Nach dem Rücktritt von Mike Breitmeier coachte er den Fußball-Landesligisten zunächst in einem Testspiel. Anschließend übernahm er den Trainerposten kommissarisch. Offenbar zur Zufriedenheit des Fußball-Vorstands. Denn nach Angaben von Liga-Obmann Jürgen Urbanski kann sich der Verein eine Zusammenarbeit mit dem 39-Jährigen über die Saison hinaus vorstellen. Derzeit sucht der TuS lediglich nach einem Übungsleiter, der die Mannschaft zusammen mit Gruber betreut und nicht nach einem Chefcoach. Unterstützt wurde der Speditionsangestellte bisher vom langjährigen TuS-Spieler Christoph Schulz, der aber aus beruflichen Gründen wieder aufhören will.
Auch die Mannschaft scheint mit dem neuen Trainer zufrieden zu sein, denn die Trainingsbeteiligung ist deutlich höher als unter Breitmeier. Heute nun steht die erste Bewährungsprobe für Gruber auf dem Programm. Um 19.30 Uhr kommt es zum Derby mit dem SC Schwarzenbek (Sachsenwaldstraße), der im Moment sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellen-14. aus Aumühle hat.
Die Mission des neuen Trainers ist klar. "Der Klassenerhalt wäre das Größte", sagt Gruber, der unter Oliver Zapel "Co" beim Rahlstedter SC war. Durch die Umwertung der Partie beim GSK Bergedorf (3:0 für Aumühle) hat sich die Lage des TuS schon einmal verbessert. Durch einen Sieg gegen den SCS könnte der Verein nun sogar die Abstiegsplätze verlassen. Doch auch die Europastädter haben keinen Punkt zu verschenken. "Die Jungs sind heiß", weiß der Sportliche Leiter Frank Flatau, der darauf hofft, demnächst die Vertragsverlängerung mit Christoph Hammel verkünden zu können.









