07.02.12

TSV Schwarzenbek

2. Bundesliga - Nein, danke!

Schwarzenbek. Sowohl die Tischtennis-Herren als auch das Damenteam des TSV Schwarzenbek besitzen in dieser Regionalliga-Saison gute Chancen auf den Aufstieg. Doch der 2. Bundesliga haben die Europastädter eine Absage erteilt. Von Dirk Schulz

Feierte mit zwölf Jahren ein starkes Debüt in der Regionalliga: Jule Wirlmann vom TSV Schwarzenbek.
Foto: Thomas Rokos Feierte mit zwölf Jahren ein starkes Debüt in der Regionalliga: Jule Wirlmann vom TSV Schwarzenbek.

Die Männer als einziges Team in der Tischtennis-Regionalliga noch ungeschlagen, die Frauen als Vierter nur zwei Punkte hinter dem Regionalliga-Spitzenreiter zurück: Beide Mannschaften des TSV Schwarzenbek liegen in dieser Saison aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Dennoch haben sich die TSV-Macher festgelegt, dass es in der kommenden Spielzeit keine 2. Bundesliga in der Europastadt geben wird. "Wir wollen unseren eigenen Nachwuchs der Spielstärke entsprechend einsetzen", erklärt TSV-Abteilungsleiter Wolfgang Weber den doppelten Verzicht auf einen möglichen Aufstieg. Die eigenen Talente haben derzeit Regionalliga-Niveau.

Bereits einmal, in der Saison 2008/09, hatten die TSV-Herren als Regionalliga-Meister die sportliche Qualifikation für die 2. Liga geschafft. Damals verzichtete der Verein aus finanziellen Gründen – ein konkurrenzfähiges Team kostet etwa 50 000 Euro – auf den Aufstieg. Auch heute können sich die Schwarzenbeker das nicht leisten. Zumal sich ein potenzieller Sponsor wie das ortsansässige Unternehmen Fette gegen ein Engagement im Erwachsenenbereich ausgesprochen hat.

Derweil bedeutet die aktuelle Absage an die 2. Bundesliga keinen generellen Verzicht auf Spitzentischtennis. Vielmehr setzten die Schwarzenbeker auf Nachhaltigkeit "In zwei, drei Jahren kann es schon ganz anders aussehen", sagt Weber. Dann hofft der TSV, die Früchte der hervorragenden Jugendarbeit ernten zu können.

Das Landesleistungszentrum im Tischtennis steht schon in Schwarzenbek. Das Gymnasium will als dritte Schule Schleswig-Holsteins Partner des Leistungssports werden. Schon jetzt kommen von überall her Jugendliche in die Europastadt, um sich hier zu verbessern.

Eine von ihnen ist Jule Wirlmann. Die Zwölfjährige, die in der Nähe von Rendsburg wohnt, debütierte jetzt bei den TSV-Damen in der Regionalliga. Zum 8:5 bei Hannover 96 steuerte sie zwei, gegen Spitzenreiter Großburgwedel (7:7), als die Schwarzenbeker einen 2:6-Rückstand aufholten, einen Punkt bei. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Sejla Fazlic, der neuen norddeutschen Meisterin der U15, soll sie in der kommenden Spielzeit fest zum Regionalliga-Team gehören. Drittes TSV-Eigengewächs ist die erfahrene Larissa Schmidt.

Bei den Männer spielten beim mühsamen 9:7 bei Blau-Weiß Langförden, wo ebenfalls ein 2:6-Rückstand noch aufgeholt werden konnte, mit Sören Wegner sowie Frederik Spreckelsen und Henrik Weber drei Schwarzenbeker, die künftig ebenfalls fest zum Stamm gehören sollen. Dafür werden die Nummer eins, der Schwede Frederik Lundquist, und die Nummer fünf Benjamin Dohse (beruflich nach Thailand) ausscheiden.

TSV-Punkte, Männer: Lohse/Wegner (2); Lohse (2), Wegner, Ihde, Dohse, F. Spreckelsen, Weber. Frauen, gegen Großburgwedel: Adamcic/Wirlmann; Adamcic (2), Erxleben (2), Klimova, Wirlmann; gegen Hannover 96: Adamcic/Wirlmann; Adamcic (3), Erxleben, Wirlmann (2).

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