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Verband filzt Bergedorf 85

Bergedorf. Nachdem der FC Bergedorf 85 in den vergangenen Wochen wiederholt mit Verstößen gegen die Spielbestimmungen im Jugendfußball aufgefallen ist, greift der Hamburger Fußball-Verband nun durch. Am 17. Februar gibt es in der Zeit von 17 bis 20 Uhr an den Sander Tannen eine offizielle Passüberprüfung.
Kunstrasenplatz
Foto: André Herbst
Auf diesem Archivbild zur Eröffnung der Kunstrasenplätze an den Sander Tannen hält der damalige Vereinsvorsitzende Mathias Hammer ein Trikot von Bergedorf 85 in die Kamera.
Vertreter des HFV werden sich dann davon überzeugen, wer bei „85“ mit welchem Pass am Spielbetrieb teilnimmt. Dazu ist es notwendig, dass alle betroffenen Vereinsmitglieder, von der G-Jugend bis zu den Erwachsenen, Frauen, Männer, Mädchen und Jungen, persönlich auf der Anlage erscheinen und sich durch ein offizielles Dokument – Personalausweis oder Geburtsurkunde – ausweisen. Mit anderen Worten: Der gesamte Verein muss antreten. Wer verhindert ist, kann jedoch einen Nachprüftermin wahrnehmen und sich auf der Geschäftsstelle des Hamburger Fußball-Verbandes ausweisen. Wer dies unterlässt, dessen Spielgenehmigung wird vom HFV gestrichen.
Eine solche komplette Kontrolle eines Vereins hat es im Hamburger Fußball seit vielen Jahren nicht mehr gegeben. Trotzdem bemüht sich HFV-Sprecher Carsten Byernetzki, den Eindruck einer Bestrafungsaktion zu vermeiden. „Bei der Maßnahme geht es uns nicht darum, Gründe für zusätzliche Bestrafungen des Vereins zu finden“, betont er, „wir wollen einfach für die Zukunft bei Bergedorf 85 klar Schiff machen.“
Die Vereinsführung der „Elstern“ hat sich in einem Offenen Brief an die Mitglieder und Medien gewandt und darin eine „fortgesetzte Kampagne an Vorwürfen gegen den FC Bergedorf 85“ beklagt. Pikant: Unterzeichner ist neben dem 1. Vorsitzenden Ronny Wenzel auch dessen Amtsvorgänger Mathias Hammer, der erst kürzlich gesperrt worden war.
Erst am Ende des vierseitigen Schreibens, in dem Wenzel und Hammer eine „Mobbing-Kampagne“ gegen „85“ beklagen und besonders den SV Nettelnburg/Allermöhe als deren Urheber benennen, gehen sie auf die Passüberprüfung ein. „Was wie eine weitere Bestrafung aussieht, ist im Gegenteil für uns die Gelegenheit zu beweisen, dass wir faire Sportsleute sind“, mahnen sie. Der Verein will aus dem Termin ein Fest mit „Kinderpunsch, Glühwein und Gesprächen“ machen.
30 Kommentare
Löschek meint:
Vielleicht werden den Spielern die Passnummern dann ja auf den Arm tätowiert. Kennt man ja....
Benito Mateo meint:
Sippenhaft.
Besserwisser meint:
Der HFV in persona Herr Byernetzki betont, man wolle bei 85 klar Schiff für die Zukunft machen. Das impliziert, dass das Schiff zuvor zum Kentern gebracht worden ist!

Ich werde in dieser Jahreszeit kein Unterwasserfest besuchen. Es ist mir dafür eindeutig zu kalt und die Eisdecke lässt einen Ausbruch an die Oberfläche im Moment nicht zu!