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Trainer Mike Breitmeier tritt zurück

Aumühle. Mike Breitmeier ist nicht mehr Trainer des TuS Aumühle-Wohltorf. Am Montagabend gab der 41-Jährige seinen sofortigen Rücktritt beim abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten bekannt. Zuletzt waren Spannungen zwischen Übungsleiter und Mannschaft aufgetreten.
Trat in Aumühle zurück: Trainer Mike Breitmeier.
Foto: Volker Koch
Trat in Aumühle zurück: Trainer Mike Breitmeier.
Sie wollten es noch einmal zusammen probieren, doch es blieb beim Versuch: Am Montagabend trafen sich die Fußballer des TuS Aumühle-Wohltorf und Trainer Mike Breitmeier zur Aussprache. Doch die Risse zwischen dem Coach und dem Team des abstiegsbedrohten Landesligisten waren einfach zu groß. Ergebnis: Breitmeier trat mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Mit ihm ging Co-Trainer Thorsten Koß.
Zwischen den Übungsleitern und der Mannschaft herrschten unterschiedliche Auffassungen, wie der auf Platz 14 liegende Aufsteiger den Acht-Punkte-Rückstand zum rettenden Ufer verringern kann. Teile des Teams wollten mehr im taktischen Bereich geschult werden und weniger Kondition bolzen. Die Differenzen gingen soweit, dass drei Spieler (Mathias Conradi, Ole Daumann und Christian Schwalm) unter Breitmeier nicht weitermachen wollten.
Schon beim Testspiel am vergangenen Sonntag in Eimsbüttel (0:6) war der Coach auf Wunsch des Teams nicht anwesend. „Um vor der Aussprache am Montag nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen“, wie Breitmeier angab. Doch ein Zurück sollte es nicht mehr geben, weil sich eine Kettenreaktion anbahnte und sich weitere Akteure den „Abtrünnigen“ anschließen wollten. „Das hätte für alle Beteiligten keinen Sinn gemacht. Darum tue ich etwas für die Mannschaft und trete zurück“, erklärte Breitmeier.
Am 10. Februar 2011 hatte er das Amt beim Bezirkliga-Tabellenführer nach der Entlassung von Björn Schehr übernommen und die Aumühler über die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Landesliga geführt. „Der Rücktritt trifft mich völlig unvorbereitet“, sagte der kommissarische Abteilungsleiter Norbert Schulz. Der Nachfolger des am 31. Dezember aus beruflichen Gründen zurückgetretenen Carsten Scheel kündigte an: „Wir werden uns bei der Suche nach einem Nachfolger Zeit lassen.“
Bis der neue Mann gefunden ist, unterstützt Schulz zusammen mit dem ebenfalls kommissarischen Jugendleiter Jan Kunze Kapitän Daniel Pechau bei den Trainingseinheiten. „Menschlich sind Mike und Thorsten 1a-Typen. Leider war die Situation anders nicht mehr lösbar“, bedauert Pechau die Entwicklung. Leichter wird die „Mission Klassenerhalt“ indes nicht. Mit Kaveh Raschidy (an 10 von 22 Toren beteiligt) überlegt der effektivste Angreifer, aus Solidarität zu Breitmeier ebenfalls zu gehen.
11 Kommentare
Billeforelle meint:
Egal, wie schlecht aktuell die Bedingungen für den Klassenerhalt in der LL stehen, dem TuS Aumühle-Wohltorf drücke ich, obwohl ich mit dem SC Schwarzenbek sympathisiere, trotzdem alle Daumen, dass man es schafft aus dem Tal der Tränen herauszukommen. Gleiches gilt übrigens auch für den SV Börnsen. Der östliche Hamburger Rand muß in der LL weiterhin stark vertreten bleiben. Also packt´s an !
Hermann meint:
Ich habe ein paar Spiele von Aumühle gesehen und die Leistung mancher Spieler reichte nicht mal für die Bezirksliga. Und dann den Trainer stürzen, dass erinnert mich an kleine Kinder, die Unsinn machen auf den Anderen zeigen und sagen "Ich bin nicht schuld." Mike wünsche ich das er wieder eine Mannschaft mit Charakter trainieren darf, den Einzelspielern von Aumühle (eine Mannschaft ist das nicht!!) kann man nur wünschen, das sie sich noch selbst im Spiegel ansehen können.
Börnsen Bezirksliga meint:
Warum meinen eigentlich ausgerechnet Börnsener hier groß die Klappe aufmachen zu müssen?

Lächerlich, denn bei diesem Verein geht es doch schon seit Jahren bergab und beim SVB sind sie Meister im schönreden.


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