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Starker Auftritt auf dem Olympiakurs

Neuallermöhe. Ein gelungenes Debüt bei der U19-Ruder-Weltmeisterschaft feierte Torben Johannesen vom RC Bergedorf. Der 17-Jährige wurde im deutschen Vierer gleich als Schlagmann eingesetzt.
Torben Johannesen vom RC Bergedorf.
Foto: Volker Koch
Torben Johannesen vom RC Bergedorf.
Die Momente vor dem Startschuss zu seiner ersten Weltmeisterschaft genoss Torben Johannesen in vollen Zügen. „Es war schon ein besonderes Gefühl, als alle aufgerufen wurden und dass beispielsweise rechts neben uns die Neuseeländer waren“, schwärmt der Ruderer des RC Bergedorf, der im Boot des deutschen Vierers mit Steuermann auf der Olympiastrecke 2012 von London in Eton debütierte. Dass die U19-Konkurrenz aus Australien oder der Ukraine körperlich überlegen war, störte den 17-Jährigen nicht. Zu schön waren die Eindrücke der Regatta. „Im vergangenen Jahr gab es nichts, das besser war als diese WM“, meint unser Kandidat für das Talent der Jahres, der mit der deutschen Auswahl letztlich einen guten fünften Platz belegte.
Bei seinem Debüt wurde Johannesen aber noch eine weitere Ehre zuteil: Eine gute Woche vor Weltmeisterschaftsbeginn teilte ihm der Bundestrainer mit, dass der Gymnasiast die Rolle des Schlagmannes übernehmen werde. Dieser gibt im Boot den Rhythmus vor. Johannesen machte seine Sache gut und führte die deutsche Mannschaft bis ins Finale. Dort lag sie knapp 400 Meter vor dem Ziel sogar noch auf Bronzekurs, büßte dann aber noch zwei Plätze ein.
Doch die Erfahrung hat dem Talent aus Neuallermöhe Lust auf mehr gemacht. Der Bruder von Weltmeister Eric Johannesen möchte bei der U19-WM in Bulgarien im August wieder dabei sein. „Dieses Mal aber im Achter“, stellt er klar. Ein Teil der Nachwuchsbesetzung des Paradebootes des Deutschen Ruderverbandes zu sein, das wäre für Johannesen der nächste Schritt. Dafür will der 17-Jährige alles geben. Elfmal pro Woche trainiert der amtierende deutsche Juniorenmeister im Achter und Vize im Zweier ohne.
Da aber auch die Schule immer mehr vom Elftklässler verlangt, hat er das morgendliche Training abgeschafft, sich ganz auf den Nachmittag und Abend verlegt. „Ich bin jetzt in der Oberstufe. Da brauche ich meinen Schlaf“, verrät Johannesen. Diszipliniert ist er zweifellos in jeder Hinsicht.
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