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Traumstart im Tourenwagen

Dassendorf. Für einen Paukenschlag sorgte der Dassendorfer Maximilian Buhk bei seinem Einstand im Tourenwagen-Sport. Beim 24-Stunden-Rennen von Dubai landete der Schüler aus Dassendorf gleich auf dem Treppchen.
Maximilian Buhk vor seinem 550 PS starken Mercedes SLS AMG GT3.
Foto: cmv-sportmedia
Maximilian Buhk vor seinem 550 PS starken Mercedes SLS AMG GT3.
Seit über 20 Stunden tobt auf der Rennstrecke von Dubai der Kampf um die Positionen. Die ersten vier Wagen liegen nur wenige Sekunden auseinander, als der Dassendorfer Maximilian Buhk das Steuer übernimmt und zu seinem letzten „Stint“– so nennen die Fahrer einen Renneinsatz – aufbricht.
Einmal noch den Tank des gewaltigen Mercedes SLS AMG GT3 leerfahren, dann ist es geschafft! Der 550-PS-Bolide benötigt auf dem Hochgeschwindigkeitskurs nur 75 Minuten, um die 120 Liter Kraftstoff aufzubrauchen, die sein Riesentank fasst. Doch dann kommt das Kommando von der Box: Tanken und Weiterfahren! Gezeichnet von den Strapazen des Rennens in der Wüstenmetropole muss Buhk noch eine halbe Stunde dranhängen, bevor er das Auto schließlich an seinen Teamkollegen Bernd Schneider übergeben kann. Denn das Reglement erlaubt nur Fahrzeiten von maximal zwei Stunden. Die reichen dem fünffachen DTM-Champion nun gerade so aus, um das Auto sicher ins Ziel zu bringen. Platz zwei für das Team Schneider/Buhk – ein sensationeller Erfolg.
Der 19-jährige Buhk hat sich damit auf Anhieb im Tourenwagen-Bereich etabliert. Vergangene Saison hatte der Schüler, der gerade seine Hochschulreife erwirbt, bereits durch einige Podestplatzierungen in der Nachwuchs-Serie ADAC Formel Masters auf sich aufmerksam gemacht. Das von Mercedes unterstützte Team Heico Motorsport lud ihn daraufhin zu Testfahrten in Spanien ein, bei denen Buhk so überzeugte, dass sein neuer Rennstall ihn gleich für das 24-Stunden-Rennen in Dubai nominierte. Die reguläre ADAC GT Masters-Saison beginnt nun Mitte April in Oschersleben. Bis dahin hat er Gelegenheit, sich Tricks von seinem Lehrmeister Bernd Schneider abzuschauen.
Mit dem Formelsport ist hingegen Schluss. „Die Zahl derjenigen, die darauf hoffen, es irgendwann in die Formel 1 zu schaffen, ist riesengroß. Aber schon in der Formel 3 kostet eine Saison national 350000, international sogar 750000 Euro“, rechnet Maximilians Vater Andreas Buhk vor, „dafür Sponsoren zu finden, ist fast unmöglich.“ Auch im Tourenwagen-Bereich ist der Einstieg als Neuling kostspielig. „Doch danach hat er schon in der GT3 sehr gute Chancen, mit Motorsport sein Geld zu verdienen“, ist Andreas Buhk überzeugt, „das Ziel ist natürlich, dass ihm der Sprung in die DTM gelingt.“
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