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"Elstern", die Überflieger in der Halle

Bergedorf. Beim Lero-Cup des SV Curslack-Neuengamme feierte Bergedorf 85 seinen sechsten Turniersieg. Im Finale schlug die Mannschaft den SCVM mit 3:1. Für die Gastgeber war nach der Vorrunde Endstation.
Bergedorfs Sascha de la Cuesta (vorn) lässt sich im Halbfinale von den Nettelnburgern nicht aufhalten.
Foto: Volker Koch
Bergedorfs Sascha de la Cuesta (vorn) lässt sich im Halbfinale von den Nettelnburgern nicht aufhalten.
Zweimal geriet Sascha de la Cuesta im Halbfinale gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe beim Lero-Cup des SV Curslack-Neuengamme ins Stolpern. Doch jedes Mal erlangt der Kapitän von Bergedorf 85 auf seinem Weg zum Tor die Balance zurück. Der Lohn: das 2:2 und die Wende gegen den überraschend starken SVNA. Wenig später hämmert Yasar Koca den Ball zum 3:2-Endstand unter die Latte. Wieder standen die „Elstern“ im Finale und wieder verließen sie die Halle als Turniersieger. Das Endspiel gegen den SC Vier- und Marschlande gewann „85“ mit 3:1.
Einer strahlte anschließend über das ganze Gesicht: Bergedorfs Co-Trainer Florian Menger. Am Freitag hatte er seine Blanka geheiratet, am Sonnabend hatten seine „Elstern“ in Barsbüttel gewonnen und nun auch noch der Sieg, es war der sechste in diesem Winter, beim SVCN-Cup. Keine Frage, die „Elstern“ sind die Überflieger diese Winters, die ungekrönten Hallenkönige. „Wir haben eine hohe Spielintelligenz und eine große Qualität innerhalb der Mannschaft. Dazu kommt eine Lockerheit auf dem Platz und ein großer Zusammenhalt“, lobte Menger.
Doch nicht nur bei den Bergedorfern waren zufriedene Gesichter zu sehen. Überraschend stark präsentierte sich der SV Nettelnburg/Allermöhe. In der Vorrunde sorgte der Bezirksligist für die erste große Überraschung, besiegte den SVCN mit 4:2. Und das, obwohl mit Viktor Knoll ein Feldspieler während des gesamten Turniers zwischen den Pfosten stand. Auch im Halbfinale begann der SVNA stark, führte mit 2:0, bevor die „Elstern“ aufdrehten.
Überraschend auch der Auftritt des SV Börnsen, der am Ende Dritter wurde. Mit nur einem Auswechselspieler war die Mannschaft von Trainer Marcel Greve am Ende stehend k.o. „Wir haben uns hier gut verkauft“, lobte der SVB-Coach.
All das, was spannenden Hallenfußball ausmacht, konnten die Zuschauer in der Partie zwischen dem FSV Geesthacht und dem SVNA sehen. Erst führten die Nettelnburger mit 2:0, dann zog der FSV auf 4:2 davon. Doch dann die abermalige Wende: Der SVNA glich aus, und Alexander Barnewitz traf vier Sekunden vor dem Abpfiff zum 5:4. Die Nettelnburger standen in der Vorschlussrunde.
Und die Gastgeber? Die setzten sich zwar im Prestigeduell gegen den SCVM mit 3:1 durch, verließen den Platz aber mit hängenden Köpfen. Die Curslacker waren durch das schlechtere Torverhältnis bei Punktgleichheit mit dem SVNA und den Vier- und Marschländern ausgeschieden.

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© Bergedorfer Zeitung 2008