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Bange machen gilt nicht!

Fünfhausen. Erst Marcel von Hacht zu Bergedorf 85, dann Damian Gelinski zur TuS Dassendorf: Der Fußball-Oberligist SC Vier- und Marschlande verliert zur kommenden Saison seine zwei besten Offensivkräfte. Doch bange machen gilt nicht!
Bislang hat von diesem Quartett nur Beytullah Atug (links) für die kommende Saison beim SCVM zugesagt. Damian Gelinski (2.v.l.) und Marcel von Hacht (2.v.r.) verlassen den Verein. Die Zukunft von Heiko Tetzlaff ist offen.
Foto: Volker Koch
Bislang hat von diesem Quartett nur Beytullah Atug (links) für die kommende Saison beim SCVM zugesagt. Damian Gelinski (2.v.l.) und Marcel von Hacht (2.v.r.) verlassen den Verein. Die Zukunft von Heiko Tetzlaff ist offen.
Nachdem bekannt wurde, dass Gelinski und von Hacht gehen, stand das Telefon von Benjamin Scherner kaum still. „Ich habe viele Anrufe von Spielern bekommen, die sich Sorgen machen“, berichtet der designierte Nachfolger von Trainer Jan Schönteich. Gebetsmühlenartig wiederholte Scherner dann, „dass ich unsere Felle nicht davonschwimmen sehe. Wir werden die Abgänge kompensieren“.
Obwohl Gelinski (neun Saisontore) und von Hacht (sechs) zusammen fast die Hälfte aller Treffer des Aufsteigers (32) erzielt haben, zählt für den dann jüngsten Übungsleiter in Hamburgs Fußball-Oberhaus: Bange machen gilt nicht! „Wir haben zusammen mit Sandjar Ahmadi und Marcel Ullrich vier richtig Gute in der Offensive, hinter denen die halbe Oberliga her ist“, sagt der 25-Jährige. „Wir verlieren zwei Leistungsträger, aber andere bleiben bei uns.“
So hat der afghanische Nationalspieler Ahmadi verlängert, zudem bleiben Kapitän Matthäus Kosik, Torhüter Patrick Möller und mit Argetim Kaba, Ömer Güven, Sebastian Benson und Alexander Erb eine komplette Defensiv-Formation. Insgesamt haben elf Spieler des aktuellen Kaders zugesagt. „Und bei Ullrich (mit neun Toren der zweitbeste Torschütze, die Red.) fehlen nur noch Kleinigkeiten“, sagt Scherner zuversichtlich.
Ohnehin genießt der Cheftrainer-Novize die Rückendeckung des Vereins. „Ich habe vollstes Vertrauen zu ihm“, betont etwa Liga-Obmann Karl-Heinz Seidenstücker. Derzeit bemüht sich Scherner, der ab dem Sommer von Mike Viola (SC Eilbek II) als Co-Trainer unterstützt wird, intensiv um Zugänge.
„Wir sind zuletzt viel über den Zusammenhalt gekommen. Darum brauche ich keine Söldner, sondern Spieler, die dazupassen“, beschreibt der Neu-Coach sein „Beuteschema“. Kandidaten seien besonders ehemalige Vier- und Marschländer, also Spieler wie beispielsweise Chris Flick (Lohbrügge) oder Stefan Bethmann (Schwarzenbek).
Zwei Akteure mit SCVM-Hintergrund haben sich bereits zur Rückkehr entschieden: Wandervogel Sascha Korndörfer (Düneberger SV) und der talentierte Phillip Siegmund (SV Nettelnburg/Allermöhe). „Und wir sprechen noch mit einem Spieler, der schon höherklassig aktiv war“, gibt sich Scherner geheimnisvoll.
2 Kommentare
Max Merkel meint:
Die Bemühungen um Neuzugänge in allen Ehren - Ich bezweifele jedoch,dass Spieler wie Chris Flick und Stefan Bethmann nachhaltiges Oberligaformat haben.
Ich will nicht dramatisieren, doch es ist wie so oft: Per Dominoeffekt zerfällt eine Truppe und es zeigt sich mal wieder wie schnelllebig die Oberliga letztendlich ist. Eigenschaften wie Loyalität und Vereinstreue erscheinen in diesem Zusammenhang als naive Wunschgedanken.
Genauer schauen ;-) meint:
Nunja, zur Zeit steht Ullrich wie Gelinski bei 9 Saisontreffer, von Hacht "nur" bei 6 Buden. Daher finde ich die Aussage, der SCVM verliere seine beiden besten Offensivkräfte, etwas übertrieben...Obwohl ich den Verlust natürlich keineswegs herunterspielen möchte.

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