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Unternehmen Goldmedaille

Bergedorf. Am Sonntag startet Eric Johannesen mit dem Deutschland-Achter im Vorlauf der Ruder-WM in Slowenien. Die Erwartungen sind hoch gesteckt.
Hat sich zu einer festen Größe im Deutschland-Achter entwickelt: Eric Johannesen vom RC Bergedorf.
Foto: Rokos
Hat sich zu einer festen Größe im Deutschland-Achter entwickelt: Eric Johannesen vom RC Bergedorf.
Wer 27 Rennen hintereinander gewinnt, kommt um die Favoritenrolle nicht herum. Seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking, als der Deutschland-Achter ein Desaster erlebte und im Vor- und Hoffnungslauf jeweils Letzter wurde, ist das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ungeschlagen. Zwei Weltmeistertitel hat der Achter seitdem gewonnen. Nun soll der dritte folgen. Gestern Morgen startete die Mannschaft von Hamburg aus nach Bled in Slowenien, um das Unternehmen Goldmedaille in Angriff zu nehmen. Mit an Bord war Eric Johannesen vom RC Bergedorf, der zum ersten Mal bei Titelkämpfen im Paradeboot sitzen wird.
Gut drei Wochen hat das Team um Bundestrainer Ralf Holtmeyer in Ratzeburg verbracht, um sich intensiv auf die Titelverteidigung vorzubereiten. Nur jeden dritten Nachmittag haben die Ruderer frei bekommen. Johannesen ist dann meist zu seiner Freundin oder zu seinen Eltern nach Neuallermöhe gefahren, musste aber am Abend wieder zurück sein.
Der 22-jährige Johannesen ist ein Art Musterschüler von Holtmeyer. „Er hat enorme körperliche Möglichkeiten, sich kontinuierlich entwickelt und ist eine stabile Größe geworden“, lobt der Bundestrainer. Besonders auf das kontinuierliche an sich arbeiten legt Holtmeyer großen Wert. Wer das nicht beherzigt, der kann ganz schnell rausfliegen aus dem deutschen Achter. Einer der das zu spüren bekam, ist Sebastian Schmidt. Als Schlagmann führte er das Flaggschiff zu zwei WM-Titeln. In Slowenien sitzt er nicht mehr im Paradeboot.
Auch Johannesen weiß, dass Gold in Bled kein Freifahrschein für seinen großen Traum, die Olympischen Spiele 2012 in London, ist. „Wir müssen uns Schritt für Schritt weiter verbessern“, sagt Johannesen und meint damit auch sich selbst. Potenzial nach oben hat Holtmeyer bei dem Sportsoldaten vom RC Bergedorf bereits ausgemacht. „Der Fachmann sieht, dass er noch nicht so lange riemt“, sagt der 55-Jährige und spricht damit auf Johannesens Vergangenheit als Skuller an.
Am Sonntag ab 11.30 Uhr stehen die Vorläufe im Achter auf dem Programm. Weiter geht es am Mittwoch, den 31. August mit den Halbfinals. Einen Tag darauf wird der Endlauf ausgetragen.
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