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Verloren geglaubtes Spiel gedreht

Schwarzenbek. Die Mädchen des TSV Schwarzenbek standen mit dem Rücken zur Wand. Mit 2:5 Spielen lagen sie im Halbfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaften für Schülerinnen und Schüler gegen die Sportvereinigung Oldendorf scheinbar aussichtslos im Hintertreffen.
Konzentriert fixiert TSV-Topspielerin Ajla Fazlic bei der Angabe die kleine Celluloidkugel.
Foto: TSV Schwarzenbek
Konzentriert fixiert TSV-Topspielerin Ajla Fazlic bei der Angabe die kleine Celluloidkugel.
Nur noch drei gewonnene Sätze fehlten den Niedersachsen in Ober-Erlenbach, einem Stadtteil von Bad Homburg (Hessen) zum Finaleinzug. Doch nun setzten die Schwarzenbekerinnen (Jahrgang 1996 und jünger) zur Aufholjagd an. Sejla Fazlic siegte 3:0, Donja Inalou ebenfalls. Nachdem auch Karina Zieba in der letzten Partie mit 3:1 triumphierte, hatte der TSV hauchdünn die Nase vorn. Bei Spielgleichstand (5:5) gab das Satzverhältnis von 19:18 den Ausschlag.
Im Finale war der SV DJK Holzbüttgen dann allerdings eine Nummer zu groß. Gegen den Verein von Nina Mittelham, die bereits in der 2. Bundesliga spielt und in ihrer Altersklasse in Europa die Nummer fünf ist, unterlagen die Schwarzenbekerinnen wie schon in der Vorrunde mit 2:6. „Platz zwei ist trotzdem ein gutes Ergebnis“, resümierte TSV-Jugendwart Achim Spreckelsen.
Das Schüler-Team der Europastädter hatte sich derweil mehr als den dritten Platz erhofft. Zumal Frederik und Moritz Spreckelsen, Eike Werner, Fabian Timmermann sowie die Ersatzleute Nicklas Lilie und Marvin Brucke durch die Vorrunde marschiert waren: 6:0 gegen Germania Oberdrees, 6:0 gegen SG Anspach, 6:3 gegen RSV Klein-Winterheim.
Im Halbfinale gegen die FT 1844 Freiburg aber halfen alle Anfeuerungsrufe des 28 Mann starken Schwarzenbeker Anhangs nichts. Am Ende unterlagen sie dem späteren Titelträger (6:3 gegen Oberdrees) mit 3:6. „Leider hatten die Jungs einen Hänger“, sagte Spreckelsen senior niedergeschlagen.
Die wohl entscheidende Niederlage zum zwischenzeitlichen 3:5 kassierte die Nummer eins des TSV, Frederick Spreckelsen, der trotz einer 2:1-Satzführung und 8:1-Punkten noch 2:3 verlor.
So ging es nur ins „kleine Finale“. Und dort drehten die Schleswig-Holsteiner wieder groß auf, fegten den SV DJK Kolbermoor mit 6:1 von der Platte.
Mehr Mühe hatten – trotz Platz zwei – die TSV-Mädchen. Neben dem 2:6 gegen Holzbüttgen – immerhin viermal ging es dabei über fünf Sätze – gewann das Team, das durch Spitzenspielerin Ajla Fazlic und Ersatzspielerin Sophie Krause komplettiert wurde, in der Vorrunde gegen TTC All5 Kassel „nur“ 6:4. Lediglich gegen den BTTC Zweibrücken war es deutlich (6:1).

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© Bergedorfer Zeitung 2008