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China-Wirt sagt: Eine Küche ist kein Büro

Schwarzenbek. Die Fische schwimmen müde in den beiden dunklen Aquarien und es herrscht ungewöhnliche Stille in dem sonst so belebten Restaurant Jade.
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Donghui und Yao Yong sind fassungslos. Ihres Existenz ist zerstört.
Foto: Huhndorf
Donghui und Yao Yong sind fassungslos. Ihres Existenz ist zerstört.
Donghui und Yao Yong sitzen an dem großen runden Tisch gleich hinter dem Eingang und sind immer noch fassungslos. „Wir hätten eine Woche gebraucht, um die Auflagen der Lebensmittelkontrolleurin und des Ordnungsamts zu erfüllen. Aber die Prüfer wollten sofort schließen, ließen nicht mit sich reden“, sagt Donghui Yong. Der 42-Jährige hat mit seiner Frau vor drei Jahren das Restaurant Jade an der Hamburger Straße übernommen, seit Dienstag vergangener Woche ist es zu. „Die hygienischen Zustände waren katastrophal. Es gab leider keinen Ermessensspielraum“, sagte Ordnungsamtsleiter Hans-Jürgen Stribrny.
„Natürlich spritzt hier Fett, das wir nicht sofort wegwischen können. Das ist eine chinesische Küche, in der die Speisen sehr heiß zubereitet werden. Eine Küche ist halt kein Büro“, sagt Yong.

Den Koch entlassen und die Konzession abgegeben

Als feststand, dass es zu einer zumindest vorübergehenden Schließung keine Alternative geben würde, haben die Yongs die Konzession zurückgegeben. „Wir haben drei Jahre lang jeden Tag geöffnet, um das Restaurant zu halten. Angesichts der weiter laufenden Kosten können wir uns diesen Einnahmeverlust nicht leisten. Außerdem bleiben die Kunden sofort weg, wenn sie hören, dass es Probleme gab“, so Yong, der das Restaurant nicht wieder eröffnen will. Über eine bundesweit erscheinende chinesische Zeitung sucht er bereits einen Nachfolger. Den Koch hat er entlassen. Wie sich die Yongs mit dem Vermieter einigen, steht noch nicht fest. Der Besitzer der Immobilie soll laut ihrer Auskunft vor wenigen Tagen für einen zweimonatigen Aufenthalt in die Türkei gereist sein.
Für die nächsten Wochen war das Restaurant mit Firmenveranstaltungen und Familienfeiern ausgebucht. Die Yongs haben die Termine abgesagt und entschuldigen sich bei ihren Kunden. Das Telefon klingelt aber weiterhin, weil sich offensichtlich noch nicht überall herumgesprochen hat, dass das Jade zu ist.
Sollte sich ein Nachfolger finden, wird er einiges in der Küche investieren müssen. Die Dunstabzugshaube ist mit Fett verstopft, der Kühlraum defekt und die einst weißen Wände sind gelblich verfärbt.
6 Kommentare
Papa meint:
Warum so Aggressiv.
@Bernd
Es freut mich zu hören das du vor zwei Jahren den Besuch im Jade Restaurant überlebt hast.
Jedoch glaube ich nicht das damit alle Küchen
1A sauber sind,genau so wenig wie deine eine positive Erfahrung die Wirklichkeit wiederspiegelt.

legt dich wieder hin und träume weiter:-)
Bernd meint:
@ Papa:

Also ich war letztes Jahr im Türkei - Urlaub in der Küche, nachdem ich den Chefkoch gefragt hatte wie sie Baklavar machen. Ganz spontan sagte er: " Komm mit ich zeig es Dir ! " und da war alles bestens und sauber und das bei einem Riesen-All-Inkl-Hotel mit ca.1.500 Gästen!!!

Schwachsinn dein Kommentar!

Zum Thema: Tja einmal war ich da vor 2 Jahren essen, zum Glück seitdem nicht mehr ;-)
Michael meint:
Wenn ein Restaurant geschlossen werden muß wegen Hygienischer Gründe muß es schon sehr Gravierend sein .Ich bin sehr Froh das ich dort niemals Essen war !!
Selbst ein Nachfolger wird die Auflagen nicht erfüllen können , ich Arbeite seid 30 Jahren nach HACCP und ich kenne kein Chinesisches Restaurant das danach arbeitet.
Und auch Putzen und Reinigen muß mit den richtigen mitteln geschehen,Lappen sind oft Verkeimt und übertragen Bakterien usw. Und noch etwas ,HACCP kostet Geld und Zeit.

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