Tier-Casting
Vor der Kamera fühlt sich Rudi „sauwohl“
Montag, 30. August 2010 16:18
- Von Monika Retzlaff
Schwarzenbek. Zielgerichtet wackelt Rudi durch die Absperrung über den roten Teppich auf den Fotografen zu. Sebastian Ebert bringt sich mit der Kamera in Position und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn Rudi ist ein Schwein und erst das zweite, das dem Casting-Team der UFA während seiner langen Tour durch 50 deutsche Städte vor die Linse gekommen ist.
Die Filmfirma sucht gemeinsam mit der Fachmarktkette „Fressnapf“ Tiere für eine kurze Gastrolle in der täglichen Seifenoper „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ (GZSZ).
„Sitz, Rudi!“, ruft die Besitzerin des Mini-Schweins, Rosi Hölter aus Müssen, ihrem Liebling zu. Das elf Monate alte Borstentier, ein Weihnachtsgeschenk, gehorcht erst, nachdem es ausgiebig an der Kamera schnüffeln durfte und ein Leckerli bekommt. Dann läuft das Schwein zu großer Form auf und gibt auch noch Pfötchen. Rudi wird erzogen wie ein Hund. Da heißt es Gehorsam trainieren und Gassi gehen. Deshalb ist Rudi auch angeleint und trägt ein Geschirr, das häufig auch Polizeidiensthunde tragen. „Er ist ein toller Begleiter. Nur allein zu Hause bleiben, das geht bei ihm nicht. Dann randaliert er im Zimmer“, sagt Hölter.
Neben Rudi suchten auch Hunde- und Katzenbesitzer sowie Tierliebhaber mit Meerschweinchen, Kaninchen, Frettchen, Schildkröte oder Schlange ihr Glück. In der „Maske“ bereitete Hundefriseurin Antje Zoller die Lieblinge auf das „Shooting“ vor. Favorit des Teams war Rudi, aber abstimmen können allein die Zuschauer per Mausklick, auf www.yourchance.de .

Foto: Monika Retzlaff
Iwan war früher Rettungshund und ist jetzt ein Besuchshund. Seit dem Casting ht er eine Set-Karte.
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