Schlaglöcher
„Bröselautobahn“ – Acht Autos kaputt
Sonntag, 29. August 2010 19:13
- Von Marcus Jürgensen und Christian Nimtz
Talkau/Hornbek. Die Autobahn 24, 1982 für den Verkehr zwischen Hamburg und Berlin freigegeben, ist in die Jahre gekommen. Seit 2003 wird der 50 Kilometer lange Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Südost und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern Stück für Stück saniert.

Foto: DDP
Schlaglöcher sind gefährliche Reifenkiller und können, wenn sie tiefer sind, auf der Autobahn Fahrern das Leben kosten.
Wie dringend die Erneuerung der alten Betonfahrbahn ist, wurde am Sonntagmorgen, 29. August,auf drastische Weise deutlich: Auf dem noch nicht sanierten Teilstück zwischen Talkau und der mecklenburgischen Landesgrenze taten sich plötzlich tiefe Schlaglöcher auf. Mindestens acht Autos, die Richtung Berlin unterwegs waren, wurden teilweise schwer beschädigt. Der Schaden an den Fahrzeugen wird von der Polizei auf rund 15.000 Euro geschätzt.
Die Autobahnpolizei Talkau wurde gegen 08:58 Uhr über ein großes Loch auf der A24 zwischen den Anschlussstellen Talkau und Hornbek informiert. „Als die Beamten vor Ort waren, entdeckten sie in Höhe des Kilometers 36 ein etwa 20 mal 30 Zentimeter großes und etwa 20 Zentimeter tiefes Schlagloch in der rechten Fahrspur“, berichtet ein Polizeisprecher. Der Fahrstreifen wurde sofort für den Verkehr gesperrt und die zuständige Autobahnmeisterei informiert. „Der riesige Betonbrocken war wohl schon längere Zeit durch eingedrücktes Regenwasser unterspült und nun durch ein Fahrzeug heraus gebrochen worden“, so ein Beamter.
Allen Autofahrern war es gelungen ihre zum Teil schwer beschädigten Fahrzeuge auf den Seitenstreifen zu lenken, zwei schafften es sogar noch auf den Parkplatz Roseburg. „Von mindestens acht geplatzten Reifen, über gebrochene Radaufhängungen, gebrochene Felgen, diverse zerstörte Plastikteile und ein schwer beschädigtes Getriebe ist alles dabei“, so eine Polizistin. Der ADAC rückte mit mehreren Abschlepp- und Servicefahrzeugen an und brachte die sechs betroffen Autos zunächst ebenfalls zum Parkplatz Roseburg, wo die Schäden aufgenommen und zum Teil notdürftig repariert wurden. Noch während dieser Arbeiten musste die Polizei abrücken und weitere Schlaglöcher zwischen Hornbek und Gudow absichern. Die Schlaglöcher wurden von der Autobahnmeisterei zunächst mit schnell abbindendem Kaltbitumen geflickt.
Die Autofahrer waren geschockt und verärgert: „Wir, die betroffenen Autofahrer, werden uns nun gemeinsam sofort mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten und die nötigen Schritte gegen die Verantwortlichen einleiten“, so ein Hamburger. „Dieses Schlagloch ist lebensgefährlich! Wofür zahlen wir denn überhaupt eine Mineralölsteuer wenn wir nur auf Bröselautobahnen fahren“, so ein anderer Betroffener. Die Autobahnpolizei hat alle Schäden aufgenommen.
- Autofahrer, die erst später Schäden an ihrem Fahrzeug entdeckt haben, werden gebeten, diese ebenfalls einer Polizeidienststelle zu melden.
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