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„Der Protest war programmiert“

Schulendorf. „Der Protest der Betroffenen war programmiert“, sagt Klaus Tormählen. Der energiepolitische Sprecher der Grünen meint damit das Bürgerbegehren der Gemeinde Schulendorf gegen den Windenergiepark.
Windkraft? Ja, aber nicht vor meiner Haustür, denken Viele. 156 Schulendorfer protestierten gegen einen Windpark bei ihrem Dorf. Diese Windräder drehen sich nahe Lütau.
Foto: Timo Jann
Windkraft? Ja, aber nicht vor meiner Haustür, denken Viele. 156 Schulendorfer protestierten gegen einen Windpark bei ihrem Dorf. Diese Windräder drehen sich nahe Lütau.
Darin hatten Anfang des Jahres 156 Anwohner gegen die geplanten Windräder unterschrieben.
Tormählen, Befürworter der Windkraft, versteht die Reaktion der Anwohner. Er kritisiert, dass die Planer einen Abstand zum Wohngebiet von 500 Metern festgelegt hatten. „Als Mindestabstand fordern wir 1000 Meter“, so Tormählen.
„Aus unserer Sicht gibt es diverse Flächen im Kreis, auf denen Windkraftanlagen niemanden belästigen“, sagt der Grünenpolitiker und nennt als Beispiele Dassendorf/Brunstorf, Hohenhorn/Worth und Wangelau. Denn „grundsätzlich ist es wichtig, Atom- und Kohlekraftwerke möglichst schnell durch regenerative Energien zu ersetzen“, unterstreicht Tormählen.
Neben den vier Windparks, die bereits im Kreis Herzogtum Lauenburg betrieben werden, sollen weitere entstehen. Im Zusammenhang mit der Neufassung des Landesentwicklungsplans hatte Schleswig-Holstein den Kreis aufgefordert, weitere Flächen für Windkraftanlagen zu finden. Der Kreis hatte daraufhin Flächen bei Krukow, Klinkrade, Neuenlande/Niendorf und Schulendorf vorgeschlagen. Aus fast allen Orten protestieren die Bürger jedoch heftig gegen die Anlagen. Das Kieler Innenministerium prüft momentan die Vorschläge des Kreises.
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