Lichtschalter Handy
Skepsis und Zustimmung zur neuen Beleuchtungsidee
Dienstag, 10. August 2010 15:13
- Von Marcus Jürgensen
Güsters Bürgermeister Wilhelm Burmester zeigte sich nach Grotes Vortrag in der Gemeindevertretung „sehr interessiert“. Nun soll geprüft werden, ob sich das Konzept für Güster rechnet.
Skeptisch ist Rolf Petersen, designierter Bürgermeister von Gülzow: „Ich weiß nicht, ob das bei uns Sinn macht. Wir haben gerade erst mit EU-Mitteln 81 Laternen durch moderne Energiesparlampen ersetzt. Außerdem schalten wir nachts die Laternen nicht komplett aus, sondern nur jede Zweite“, so Petersen. „Ich muss ein Telefon haben und die Nummer der Straße kennen. Von der Handhabung her empfinde ich das relativ kompliziert“, sagt Unternehmer Michael Sauerland aus Schwarzenbek, der mit seiner Firma große Fußballstadien und Plätze beleuchtet. Sein Fazit: „Es gibt intelligentere Lösungen, um Energie zu sparen.“ Für den Rettungsdienst kann sich Martin Turowski, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, das System durchaus vorstellen – wenn die jeweilige Nummer gleich im Computerprogramm der Leitstelle hinterlegt ist. „Unser größtes Problem sind fehlende oder nicht beleuchtete Hausnummern.“ Ohne Beleuchtung leide „das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger“, sagt Schwarzenbeks Polizeichef Ernst Jenner. „Die Straßenbeleuchtung ist – wie der Name schon sagt – für die Ausleuchtung der Fahrbahn da“, sagt Jörg Balk, im Bauamt für Straßenbeleuchtung zuständig. Werde die Beleuchtung nachts ein- und wieder ausgeschaltet, sei das Risiko zu groß: „Ein Autofahrer, der von einer beleuchteten Haupt- in eine unbeleuchtete Seitenstraße einbiegt, muss sich erst an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Das ist riskant für Fußgänger. Wir schalten deshalb ab 22.30 Uhr nur jede zweite Lampe aus.
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