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Polizei verstärkt Kampf gegen Drogen im Verkehr

Schwarzenbek/Lauenburg. Mit einem neuen Konzept wollen die Verantwortlichen der Polizei in Lauenburg, Geesthacht und Schwarzenbek künftig verstärkt gegen Fahrer vorgehen, die unter Drogeneinfluss am Steuer eines Autos sitzen.
Schnelltest per Taschenlampe: Polizist Ernst Jenner überprüft mit dieser einfachen Methode die Pupillenreaktion eines Autofahrers.
Foto: Timo Jann
Schnelltest per Taschenlampe: Polizist Ernst Jenner überprüft mit dieser einfachen Methode die Pupillenreaktion eines Autofahrers.
„Wir werden regelmäßig die speziell ausgebildeten Kollegen zusammenziehen und gemeinsame Kontrollen durchführen“, kündigt Daniel Stephan an. Der Polizeioberkommissar leitete jetzt den ersten gemeinsamen Schwerpunkteinsatz an der B5 in Lauenburg und an der B207 in Lanken. Schon diese Premiere brachte ein erschreckendes Ergebnis. Sieben Fahrer wurden unter Drogeneinfluss erwischt, einer hatte zudem noch zu viel Alkohol getrunken.
„Schon der Anhalteposten selektiert die Fahrer, um sie entweder zur Kontrolle zu schicken oder sie weiterfahren zu lassen“, erklärt Ernst Jenner von der Polizei in Schwarzenbek. In Lauenburg hatten die 14 Spezialisten der Polizei ihre Kontrollstelle für mehrere Stunden in Höhe des leer stehenden Autohauses am Glüsinger Weg aufgebaut. In beiden Fahrtrichtungen sahen die Autofahrer die rote Stopp-Kelle der Beamten. Ein geschulter Blick ins Auto brachte dem Anhalteposten schnell Klarheit, ob eine Prüfung des Fahrers durch die Kollegen nötig war.
„Drogenkonsum ist nicht ganz so einfach nachzuweisen wie Alkoholkonsum. Deshalb ist es wichtig, die Tricks zu kennen und diese sicher zu beherrschen, um einen Anfangsverdacht begründet verfolgen zu können“, sagt Stephan. Als erster Test dient bei auffälligen Fahrern der Pupillen-Test: Mit einer Taschenlampe wird dem Probanden ins Auge geleuchtet. Reagiert die Pupille nicht mit einer Verengung auf das helle Licht, ist das ein klares Signal für Drogenkonsum. Es folgt ein Urintest. Mit Hilfe einer Pipette werden einige Tropfen auf einen Teststreifen gegeben. Der zeigt dann an, ob etwa Kokain oder Haschisch konsumiert wurde. Ist der Test positiv, folgt zur Beweissicherung eine Blutentnahme.
Unter anderem wurden zwei Lauenburger aus dem Verkehr gezogen. Ein 22-Jähriger hatte Haschisch geraucht und trotzdem seinen VW gelenkt. Ein 19-Jähriger war am Steuer eines Kleintransporters unter dem Einfluss von Kokain und Haschisch sowie mit 0,52 Promille am Steuer unterwegs. Den Betroffenen wurde sofort die Weiterfahrt untersagt. „Drogen beeinflussen bei den Konsumenten noch viel länger die Wahrnehmung als Alkohol, weil sich die Wirkstoffe viel langsamer abbauen“, erklärt Jenner.

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