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Post aus Schwarzenbek anden Bildungsminister

Schwarzenbek. Bürgermeister Frank Ruppert hat sie schon, Schulleiter Dr. Joachim Seliger wollte sie nicht, nun bekommt Schleswig-Holsteins Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug sie:
Manja Riep steckt den Brief mit knapp 1000 Unterschriften in den Kasten beim Postamt an der Schmiedestraße.
Foto: Stefan Huhndorf
Manja Riep steckt den Brief mit knapp 1000 Unterschriften in den Kasten beim Postamt an der Schmiedestraße.
Freitagmittag um 13.07 Uhr hat Manja Riep von der Elterninitiative „pro G 9 – contra G 8“ eine beglaubigte Liste mit 954 Unterschriften auf die Reise nach Kiel geschickt.„Wir haben auch schon alle Kreistagsabgeordneten sowie die Landtagsabgeordneten aller Parteien aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg angeschrieben. SPD-Landeschef Ralf Stegner will sich demnächst mit uns treffen“, sagt die Schwarzenbekerin. Wie berichtet, geht es den engagierten Eltern darum, eine Abkehr vom Abitur nach acht Jahren (G 8) zurück zur bisherigen Variante nach neun Jahren zu erreichen. Die Eltern beklagen, dass der Stress durch die verkürzte Schulzeit für die Kinder zu hoch sei .
Eltern hatten deshalb Unterschriften gegen G 8 gesammelt und diese Bürgermeister Frank Ruppert während der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung überreicht. Dr. Joachim Seliger, Leiter des Schwarzenbeker Gymnasiums, an dem G 8 eingeführt wurde, lehnte die Annahme der Listen ab. Das Bildungsministerium hat mittlerweile den Gymnasien frei gestellt, für welche Variante sie sich entscheiden. Deshalb wollen die betroffenen Eltern jetzt Druck ausüben, um eine Rückkehr zu G 9 in Schwarzenbek zu erreichen. Im Kulturausschuss hatte sich bereits SPD-Chefin Josefin Francke dafür ausgesprochen, dass die Politiker sich in dieser Frage positionieren sollten, um ein Zeichen zu setzen – denn Einfluss können sie auf die Entscheidung der Schule nicht ausüben. Dazu konnten sich die Schwarzenbeker Politiker aber bislang nicht durchringen.
13 Kommentare
Vater meint:
@ Peter Meier:
<<Tatsächlich gibt es bewreits eine ganze Reihe von Gymnasien in SH, die G8 und G9 anbieten.>>
Nun mal "Butter bei die Fische", Herr Meier: Welche Reihe von Gymnasien in SH meinen Sie mit Ihrer Behauptung ? - Mir ist hier in S-H einzig das Gymnasium Bad Bramstedt bekannt, welches z.Zt. mit einer Sondergenehmigung im Rahmen eines Modellversuchs G8 + G9 parallel anbietet. Aber ich lerne gerne von Ihnen dazu...
Dafür, daß, wie Sie sinngemäß schreiben, tausende Eltern gegen G8 sind, war die Beteiligung der Klassenelternvertreter (KEV) an der Podiumsdiskussion in Plön am 20.3., zu der Elternvertreter des GSP eingeladen hatten, aber ganz schön dürftig: Von den eingeladenen etwa 1800 Unterstufenelternvertretern aus allen 100 schleswig-holsteiner Gymnasien kamen lediglich 111 KEV, also nur knapp 6% aus 44 Schulen. Dabei darf wohl getrost als gesichert angenommen werden, daß von diesen 111 KEV 105 grundsätzliche Gegner eines G8-Systems waren. Zumindest läßt sich diese Zahl aus dem während der Podiumsdiskussion erstellten Meinungsbild ableiten. Ein zwar nicht ganz so drastisches aber doch ähnliches Stimmungsbild kann ich nicht nur unter den Eltern der Unterstufenklasse zeichnen, in der ich als KEV aktiv bin, sondern beobachte derartige Präferenzen zunehmend auch in Parallelklassen.
Wie man aus solchen "Mehrheitsverhältnissen" (s)eine Radikalforderung nach bzw. als Elternvertreter ein demokratisches Mandat für eine Rückkehr zu G9 ableiten kann, ist mir -unberücksichtigt meiner persönlichen Meinung- allerdings vollkommen schleierhaft.
Vater meint:
@ Peter Meier:
<<Tatsächlich gibt es bewreits eine ganze Reihe von Gymnasien in SH, die G8 und G9 anbieten.>>
Nun mal "Butter bei die Fische", Herr Meier: Welche Reihe von Gymnasien in SH meinen Sie mit Ihrer Behauptung ? - Mir ist hier in S-H einzig das Gymnasium Bad Bramstedt bekannt, welches z.Zt. mit einer Sondergenehmigung im Rahmen eines Modellversuchs G8 + G9 parallel anbietet. Aber ich lerne gerne von Ihnen dazu...
Dafür, daß, wie Sie sinngemäß schreiben, tausende Eltern gegen G8 sind, war die Beteiligung der Klassenelternvertreter (KEV) an der Podiumsdiskussion in Plön am 20.3., zu der Elternvertreter des GSP eingeladen hatten, aber ganz schön dürftig: Von den eingeladenen etwa 1800 Unterstufenelternvertretern aus allen 100 schleswig-holsteiner Gymnasien kamen lediglich 111 KEV, also nur knapp 6% aus 44 Schulen. Dabei darf wohl getrost als gesichert angenommen werden, daß von diesen 111 KEV 105 grundsätzliche Gegner eines G8-Systems waren. Zumindest läßt sich diese Zahl aus dem während der Podiumsdiskussion erstellten Meinungsbild ableiten. Ein zwar nicht ganz so drastisches aber doch ähnliches Stimmungsbild kann ich nicht nur unter den Eltern der Unterstufenklasse zeichnen, in der ich als KEV aktiv bin, sondern beobachte derartige Präferenzen zunehmend auch in Parallelklassen.
Wie man aus solchen "Mehrheitsverhältnissen" (s)eine Radikalforderung nach bzw. als Elternvertreter ein demokratisches Mandat für eine Rückkehr zu G9 ableiten kann, ist mir -unberücksichtigt meiner persönlichen Meinung- allerdings vollkommen schleierhaft.
Peter Meier meint:
Den Dialog zwischen "Vater" und Claas Weihmann (Vorsitzender der Jungen Union Schwarzenbek ?) habe ich erst jetzt gelesen. Daher meine verspäteten Anmerkungen. Schön, Herr Weihmann, dass Sie sich lobend über die Aktivitäten der Elterninitiativen äußern. Ihre CDU nimmt die Sorgen und Nöte der betroffenen Eltern nur leider nicht zur Kenntnis. Sie schreiben, ein Gymnasium mit G8 und G9 wird es niemals geben. Tatsächlich gibt es bewreits eine ganze Reihe von Gymnasien in SH, die G8 und G9 anbieten. Und zum Stand der parlamentarischen Diskunssion: Kubicki -und damit die FDP- will G8 zum Erfolg
führen und lehnt die flächendeckende zusätzliche Einführung von G9 ab. Die bildungspolitische Sprecherin der
CDU-Landtagsfraktion: "Wir dürfen mit G9 nicht die Nachzügler aus "Schläfrig-Holstein" werden." Sie stellte außerdem klar, dass die Finanzierbarkeit nicht geklärt sei. Was das bei der Haushaltslage unseres Landes bedeutet, ist nicht schwer zu erraten.

Seit mehr als einem Jahr demonstrieren Elterninitiativen in ganz Schleswig-Holstein gegen das G8-Desaster an den Gymnasien. Tausende Unterschriften wurden gesammelt, stapelweise sind Protestbriefe im Bildungsministerium eingegangen. Bewirkt wurde damit, wie die Politiker-Reaktionen zeigen, bisher so gut wie nichts. Ihnen, "Vater", mag es "völlig wurscht sein", wie Ihr Kind beschuilt wird. Tausende Eltern sehen das aber völlig anders. Und mit "Auffi geht's" sind die Sorgen der Eltern, die wissen wovon sie sprechen, nicht vom Tisch.

Die Elterninitiativen in Niedersachsen haben bewiesen, dass das Ziel "zurück zu G9" auch gegen die regierenden Parteien ereicht werden kann. Sie haben mit Erfolg ein Bürgerbegehren initiiert. Auch der Volksentscheid dürfte ein Erfolg werden. Auch die Elterninitiativen und Eltern in SH werden sich von CDU, FDP und SPD nicht länger verschaukeln lassen. Ein Bürgerbegehren und ein Volksentscheid in Schleswig-Holstein wird auch in unserem Land "zurück zu G9" führen - ob es den gannten Parteien nun passt oder nicht !

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