Talente
Die besten Kreismusikschüler im Konzert
Sonntag, 7. März 2010 17:44
- Von Monika Retzlaff
Schwarzenbek. „Heute ist mir eingefallen, dass dies wohl für mich der letzte Auftritt bei einem Festkonzert der Musikschule ist“ – am Ende des Preisträgerkonzerts der Kreismusikschule verspürt Katharina Fuhrt etwas Wehmut.

Foto: Monika Retzlaff
Vor zehn Jahren hat Katharina Fuhrt in einem Schnupperkursus der Kreismusikschule ihre Leidenschaft für die Violine entdeckt. Jetzt will die 19-jährige Abiturientin selbst Musiklehrerin werden.
Die 19-jährige Abiturientin, die jetzt Musiklehrerin an einem Gymnasium werden will, beendete nach zehn Jahren Violinenunterricht ihre Ausbildung an der Musikschule des Kreises beim Festkonzert am Sonnabend. Vor mehr als 200 Gästen zeigten im Festsaal des Rathauses mehr als 20 der besten Sänger und Instrumentalisten in festlichem Rahmen ihr Können.
„Ich habe mit neun Jahren den Schnupperkursus der Musikschule mitgemacht. Wir übten damals jeweils sechs Stunden mit Flöte, Geige, dem Akkordeon, Klavier und dem Cello. Zum Schluss spielte unsere Lehrerin Barbara Trenkner so schön auf der Violine vor und da war für mich die Entscheidung für dieses Instrument gefallen, denn das wollte ich auch können. Seitdem übe ich jeden Tag und ich musste mich noch nie dazu aufraffen“, blickt Katharina Fuhrt zurück. Als Elfjährige nahm sie das erste Mal am internen Wettbewerb der Schule teil. In diesem Jahr stellten sich 46 junge Musiker und Sänger dem Urteil der Jury aus Lehrern der Schule. Ihr Ziel war es, Preis und Stipendium für ihre Leistung zu bekommen. „Seit der Einführung des Wettbewerbs vor 14 Jahren haben 450 besonders begabte Schüler eine finanzielle Unterstützung bekommen“, sagt Peter Seibert, Leiter der Musikschule. Dieses Geld stammt von Sponsoren, die in diesem Jahr insgesamt 10.550 Euro gegeben haben.
Das Geld sei „Gewinn bringend und Früchte tragend“ angelegt, sagt Kreispräsident Meinhard Füllner, denn die Musik helfe Kindern und Jugendlichen, ihre Begabungen zu entdecken und ihre Persönlichkeit zu stärken. Vor allem macht es dem Publikum Freude, den gelungenen Kostproben der Besten zuzuhören. So überraschten die Cousinen Ann-Kristin und Ronja Torkler, begleitet von Janina Rathje am Klavier, mit dem vertonten Gedicht von Heinz Erhardt „Die Made“ das Publikum. Rosbeh Hamidzadeh aus Schwarzenbek imponierte mit dem Präludium d-Moll von Chopin. Den Abschluss des Konzertes gestaltete Katharina Fuhrt mit der Sonatine für Violine und Klavier von Antonin Dvorák.
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