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Jugendliche machen Theater

Schwarzenbek. Mit Schule kann Timo S. (Name von der Redaktion geändert) nicht viel anfangen und angesichts seiner Noten ist das auch kein Wunder. Viel lieber hängt der 14-Jährige mit Freunden in der Stadt ab, und wenn ihm einer quer kommt, kann er auch schon mal handgreiflich werden.
Sbk: Theaterprojekt für Problemjugendliche
Foto: Promo
Theaterpädagoge Peter Meyer (hi.) hat bereits in Hamburg erfolgreich mit Jugendlichen Bühnenstücke inszeniert.
Mit der Polizei hat er bereits Bekanntschaft gemacht, doch gutes Zureden und Ermahnungen fruchteten bisher wenig.
Vier Buchstaben sollen dies jetzt ändern: B T S P stehen für „Black Town Stage Project“ – ein Theaterprojekt für Schwarzenbeker Jugendliche, das von der Gleichstellungsbeauftragten Petra Michalski initiiert wurde. Teilnehmen können 13 bis 19 Jahre alte Jungen und Mädchen. „Unser Ziel ist, durch das Spiel auf der Bühne zu einer Perspektiverweiterung beizutragen“, sagt Michalski. Eine Woche lang werden die bis zu 20 Teilnehmer unter Anleitung professioneller Trainer und Theatermacher wie dem Hamburger Peter Meyer ein Bühnenstück erarbeiten, das ihr Leben widerspiegelt: Wut und Frust, Action und Langeweile, Liebe und Hass, Erfolg und Niederlagen. Michalski: „Wir werden ihnen nichts aufzwingen, sondern wollen sie in ihrer Welt abholen.“
Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen beim „Spielen“ einer Rolle nicht offenbaren müssen. Genauso wichtig ist, dass die Akteure in andere Rollen schlüpfen: Jungen in die Rolle eines Mädchens, Schüler in die Rolle des Lehrers, Täter in die Rolle des Opfers.
Doch nicht nur der Rollenwechsel gehört zum Projekt, sondern auch die Anerkennung: Am Ende des einwöchigen Workshops in den Osterferien ist am Sonntag, 18. April, eine Aufführung auf der Bühne im Festsaal des Rathauses geplant. „Wir suchen jedoch nicht nur Schauspieler, sondern auch Jugendliche mit Interesse an der Bühnentechnik. Gerade die werden an vielen Schulen händeringend gesucht“, so Michalski, die am Freitag, 12. März, um 16.30 Uhr zum Casting in den Jugendtreff, Markt 6, einlädt.
Das rund 6000 Euro teure Projekt wird komplett durch Sponsoren finanziert. Der Rotary Club Geesthacht – Hohes Elbufer und die Werbeagentur Context sind bereits dabei, weitere Geldspender können sich bei Michalski unter (01577) 5764457 melden.
2 Kommentare
pitno meint:
Hallo Tommy,
diese Art von Projekten sollen sinnstiftend für die Jugendlichen sein. Sie werden nicht belohnt, sondern sollen durch das Heranführen an interessante Projekte davon abgehalten auf dumme Ideen zu kommen. Damit es keine Opfer mehr geben möge. DAS wäre doch ein schönes Ziel!
Tommy meint:
Den "handgreiflichen" Kindern und Jugendlichen wird Hilfe gegeben, obwohl die Eltern dieser Kids ihre Pflicht vernachlässigen. Die möglichen "Opfer" dieser Kids werden nicht geschütz.
Zeigt diesen Kids doch mal SantaFu und kein Theater !
Gruß

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