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Wo steht Schwarzenbek in zehn Jahren?

Schwarzenbek. „Kritiker sind Menschen, die Verbesserungsvorschläge machen und anschließend bei der Realisierung mitwirken. Nörgler sind jene, die kritisieren, aber nicht mitmachen“, warb Moderator Dr. Winfried Kösters während der Einwohnerversammlung am Montagabend um die Beteiligung der Bürger.
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Sbk: Einwohnerversammlung Schwarzenbek
Foto: Markus Jürgensen
Bürgermeister Frank Ruppert stellt eine Prognosen zur Einwohnerentwicklung Schwarzenbeks vor.
Die Frage ist, zu welcher Kategorie die Schwarzenbeker sich zählen. Die dramatische Schuldensituation der Stadt hatte bereits im letzten Herbst zu einem Umdenken geführt: Gemeinsam mit Kösters hatten die Politiker in einer Klausurtagung über die künftige Ausrichtung bei immer engeren finanziellen Spielräumen beraten.
Jetzt sind die Schwarzenbeker gefragt: Die Versammlung war der Auftakt für die Zukunftskonferenz am 28. und 29. Mai. Bürger sollen dann frischen Wind in eingefahrene Strukturen und Denkprozesse bringen. Wenn sie denn kommen: Von den etwa 80 Gästen der Veranstaltung am Montagabend waren die meisten bereits politisch aktiv.
Bei der Zukunftskonferenz dreht es sich nur vordergründig ums Geld: Auch Schwarzenbeks Bürger werden immer älter, gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Wer soll künftig von den knapper werdenden Mitteln profitieren, für wen will die Stadt attraktiv sein: Alte oder Junge? Wer an dieser Diskussion mitwirken will, kann sich im Rathaus für die Zukunftskonferenz anmelden.
1 Kommentar
Claas Weihmann meint:
Dr. Kösters kennt Schwarzenbek anscheinend nicht gut genug, denn ansonsten hätte sein Werbeslogan lauten müssen: Kritiker sind Menschen, die Verbesserungsvorschläge machen, bei der Realisierung mitwirken und nicht zulassen, dass sich am Ende doch wieder der Haupt- und Planungsausschuss das ganze Programm unter den Nagel reißt.
Weil aber mit höchster Wahrscheinlichkeit genau das passieren wird, ist diese Zukunftswerkstatt nichts weiter als ein politisches Propagandaprodukt, in dem der Schwarzenbeker Bürger einmal mehr gesagt bekommt, dass er überhaupt nichts zu sagen hat.

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