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Die große Schau des Ehrenamts

Schwarzenbek. „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Fehlte es, würde das Klima frostiger“, sagt Meinhard Füllner, als er gemeinsam mit Bürgervorsteher Karsten Beckmann die Ehrenamtsmesse des Kreises im Rathaussaal eröffnet.
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Sbk: Ehrenamtsmesse in Schwarzenbek 2010
Foto: Monika Retzlaff
Angenommene Situation: Beim Dekorieren ist jemand von der Leiter gefallen: Retter demonstrieren auf der Rathausbühne, was in so einem Fall zu tun ist.
Es sei erschreckend, wie groß der Bedarf derer ist, denen geholfen werden muss, so der Kreispräsident. „Ehrenamtliches Wirken darf jedoch nicht der Ersatz für staatliche Pflichten sein, sondern ist eine Ergänzung.“ Den 60 Ausstellern, die sich auf 1600 Quadratmetern in einem Zelt auf dem Ritter-Wulf-Platz und im Rathaus präsentierten, wünschte er „großen Umsatz“.
Den gab es reichlich: Trotz Regenschauern besuchten bis Messeschluss um 17 Uhr etwa 1500 Besucher die Veranstaltung – die meisten mit ernsthaften Interesse, sich zu engagieren. Viele Vereine hatten am Abend neue Mitglieder geworben. „Wir haben schon vor der Eröffnung an unserem Stand zwei neue Mitglieder gewonnen“, freut sich Astrid Kosiolek, Vorsitzende des Sozialverbandes in Schwarzenbek. Er ist mit 1084 Mitgliedern einer der größten Vereine in der Europastadt und berät Bürger in allen sozialen Fragen, die Pflegebedürftige, Behinderte, Rentner oder Empfänger von Hartz IV betreffen.
„Wir suchen Mitstreiter, die als Sterbebegleiter tätig sein können und dafür eine Ausbildung absolvieren wollen“, sage die Trauer- und Sterbebegleiterin Angelika Feldner von der Hospizgruppe Ratzeburg, Mölln und Umgebung. Menschen in ihren letzten Stunden und Angehörige in der Trauer nicht allein zu lassen, ist ihr Anliegen. Feldner: „Wir nutzen die Messe, um viele Menschen für dieses Tabu-Thema zu interessieren.“ Gleich gegenüber standen die jüngsten Erdenbürger im Mittelpunkt. Die wellcome-Koordinatorinnen der Evangelischen Familienbildungsstätte Schwarzenbek, Conny Schermann und Marion Behrens, wiegten mit Tragetasche und -tuch Babypuppen durch das Zelt und warben für ihr Angebot. „Wir unterstützen Familien mit Neugeborenen in der Wochenbettzeit, hüten das Kind, damit die Mutter sich erholen kann, machen Einkäufe oder kümmern uns um die Geschwister“, so Behrens.
„Ich hoffe, dass Sie mich nie brauchen, aber wenn es nötig ist, sind wir für Sie da“, erklärte Rainer Kaefert den Besuchern. Er ist Chef des „Weißen Rings“ in Schwarzenbek, der Opfern von Straftaten hilft, vom Beistand bei Gerichtsterminen bis zur finanziellen Unterstützung bei Notlagen, die durch die Straftat entstanden. Vorführungen der Nachwuchsfußballer des SV Borussia Möhnsen sowie der Rettungshundestaffel und der First-Responder-Gruppe des DRK rundeten die Schau ab.
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