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Sylvia Petersen sagt Tschüs

Schwarzenbek. In diesen Tagen heißt es für Sylvia Petersen, Vorsitzende des Bürgervereins Schwarzenbek, Abschied zu nehmen von den Vereinsmitgliedern und von ihrer Heimatstadt.
Sylvia Petersen führte den Bürgerverein. Dazu gehörten repräsentative und Aufgaben, wie die Kontaktpflege beim Neujahrsempfang. Hier begrüßt sie Bürgermeister Frank Ruppert.
Foto: Monika Retzlaff
Sylvia Petersen führte den Bürgerverein. Dazu gehörten repräsentative und Aufgaben, wie die Kontaktpflege beim Neujahrsempfang. Hier begrüßt sie Bürgermeister Frank Ruppert.
Privat und beruflich beginnt die 45-Jährige in vier Wochen ein neues Leben in Niedersachsen, 250 Kilometer entfernt vom Sachsenwald und der Schwarzen Beke. „Ich habe eine neue Arbeit in einer großen Elektrofirma in Westerstede und freue mich auf einen neuen Anfang“, sagte sie.
Zwei Jahre lang führte die Kauffrau den 302 Mitglieder zählenden Bürgerverein an. Zur turnusmäßigen Neuwahl des Vorsitzenden, die am Freitag auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung steht, tritt sie nicht mehr an. „Ich bleibe der Stadt verbunden und wünsche mir, dass die Arbeit mit Elan weitergeführt wird“, so Petersen. Ein Thema wird sie aus der Ferne besonders interessiert verfolgen: den Umbau des Jugendtreffs und des Kaiserhofes. Vor einem Jahr drohte das Vorhaben zu kippen, denn CDU und FWS zeigten dem Investor die Rote Karte, sprachen sich für den Abriss des Kaiserhofes aus und hätten das in der Stadtverordnetenversammlung auch durchsetzen können. Doch mit dem heftigen Widerstand des Bürgervereins und der Wirtschaftlichen Vereinigung hatten sie nicht gerechnet. „Ich bin fassungslos, wie das Konzept abgewatscht wurde. Wir brauchen hier keinen leeren Platz“, hatte Sylvia Petersen vor einem Jahr in der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins unter Beifall gesagt. Ein paar Stunden später startete die Unterschriftenaktion, bei der sich in kurzer Zeit 1800 Bürger gegen den Abriss aussprachen. Schon ein paar Tage später, Anfang März, schwenkte die CDU um und machte den Weg für den Investor Frank Kiefaber frei. Kurz darauf stellte der Projektentwickler aus Hamburg im Rathaus – auf Einladung des Bürgervereins – vor knapp 300 Schwarzenbekern zum einzigen Mal öffentlich seine Pläne vor. „Das Projekt ist sehr wichtig für die Innenstadt. Wenn in Bergedorf das neue Quartier fertig ist, muss sich Schwarzenbek anstrengen, die Kaufkraft hier zu behalten“, sagte Petersen.
Auch für andere Aufgaben wünscht sie dem Bürgerverein Elan. So braucht die Arbeitsgruppe „Veranstaltungen“, die sich um gesellige Abende, Tagesfahrten, das Maibaumfest und die Ehrenamtsmesse kümmert, Nachwuchs. Die AG „Feldstraße“ wird nicht locker lassen und ein Lärmkataster von der Bahn fordern. Außerdem wird sich eine neue AG mit der geplanten Überprüfung der Schmutzwasser-Hausanschlüsse befassen. „Hier brauchen wir mehr Transparenz und eine Infoveranstaltung im Rathaus“, sagte Petersen.
Morgen gibt sie zum letzten Mal in der Hauptversammlung den Vorstandsbericht. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Alten Meierei.
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