Ernährung
Streit um Cola am Gymnasium
Dienstag, 17. März 2009 22:51
- Von Marina Daub
Schwarzenbek. Wer trinkt nicht gerne mal eine Cola, Fanta, Sprite oder Apfelschorle? Aber die Frage, ob diese zuckerhaltigen Getränke angesichts der zunehmenden Problematik mit übergewichtigen Kindern in eine Schule gehören, sorgt für Zündstoff.
Denn seit dem Umzug der Europaschule Gymnasium Schwarzenbek in das neue Gebäude an der Dr.-Brucklacher-Straße steht ein Getränkeautomat der Firma Coca-Cola in der Mensa der Schule.

Foto: Marina Daub
Der Getränkeautomat in der Kantine des Gymnasiums Schwarzenbek stößt bei Eugen Prinz und der Verbraucherzentrale übel auf. Die Schulleitung will ihn aber behalten.
Gudrun Köster, Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale, wandte sich an die Schulleitung und wies darauf hin, dass übergewichtige Kinder ein ernst zu nehmendes gesellschaftliches Problem seien. „Die Europaschule erfüllt nicht ihre Vorbildfunktion. Ich finde, dass der Automat abgeschafft werden sollte.“
Nicht ganz so ernst sieht dies der Direktor, Dr. Joachim Seliger. „Es wird viel Wind um nichts gemacht. Wenn ich mal Schüler mit Cola-Flaschen sehen, stammen sie meist von einem Discounter in der Nachbarschaft.“ Er sehe keinen akuten Handlungsbedarf. „Die Automaten sind Teil des Vertrages zwischen der Stadt und der Firma apetito, die unsere Kantine mit Essen beliefert.“ Durch den Verkauf von Schokoriegeln und Getränken aus den Automaten wird die Kantine großteilig finanziert. „Ich trinke auch gerne mal eine Cola, und unsere Schüler wissen, dass es gesündere Getränke gibt“, so Seliger.
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