Diskussion und Demo
Abrissgegner kämpfen für Kaiserhof
Donnerstag, 26. Februar 2009 23:32
Schwarzenbek. Die Fronten im Streit um Abriss oder Umbau von Kaiserhof und Jugendtreff verhärten sich immer mehr. rtschaftsverband und Bürgerverein wollen Druck für den Umbau zum Kaufhaus machen.

Foto: Stefan Huhndorf
Sie fordern den Erhalt von Kaiserhof und Jugendtreff (v. l.) Sylvia Petersen, Andrea Reinhold und Hans-Jürgen Steffen.
.Da CDU und FWS, die dem Investor die Rote Karte gezeigt haben und für den Abriss der Gebäude und die Umgestaltung zum Marktplatz sind, eine knappe Ein-Stimmen-Mehrheit in der Stadtvertretung haben, machen die Gegner dieses Vorhabens jetzt mächtig Druck.
„Wir brauchen keinen weiteren Platz in der Stadt. Was uns fehlt, ist ein Magnet, der Kaufkraft in der Stadt hält und weitere Geschäfte anzieht. Dafür brauchen wir große Verkaufsflächen für ein Kaufhaus. Genau das würde der Investor mit seinem Projekt bieten“, sagt Sylvia Petersen, Vorsitzende des Schwarzenbeker Bürgervereins, die gemeinsam mit der Wirtschaftlichen Vereinigung (WVS) für den Umbau kämpft.
„Der Investor war bei uns, das Konzept hat uns überzeugt. Im Erdgeschoss des umgebauten Komplexes wären knapp 1000 Quadratmeter Ladenfläche vorhanden. Das wäre auch für einen größeren Textilhändler interessant. Und so etwas fehlt in der Stadt“, fügt Andrea Reinhold, Vorsitzende der WVS, hinzu. Das sehen offensichtlich auch viele Kunden in den Schwarzenbeker Geschäften so. Seit Montag liegen in 55 Läden im Stadtgebiet Unterschriftenlisten aus, in denen die Kunden für den Erhalt der Gebäude votieren können. „Wir können die Zahlen nur grob schätzen, aber es haben schon jetzt mindestens 1000 Menschen unterschrieben. Wenn der Investor erst einmal seine Pläne öffentlich vorgestellt hat, werden es bestimmt noch viel mehr“, prognostiziert Andrea Reinhold.
Bergedorfer Zeitung Online
Ob die Rechnung aufgeht, muss sich zeigen. FWS-Fraktionschef Eberhard Schröder war immer für den Abriss, CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Delfs hält angesichts kommender Leerstände bei Penny, Budnikowsky und Post neue Ladenflächen nicht für sinnvoll.
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