Feuerwehr
Sicherheit ist wichtiger als Geld
Donnerstag, 21. Juni 2012 10:33
- Von Marcus Jürgensen
Schwarzenbek. Die Freiwillige Feuerwehr bekommt eine neue Drehleiter. Eine defekte Korbsteuerung beim aktuellen, 22 Jahre alten Fahrzeug macht die Anschaffung notwendig. Die Stadt lässt sich das Spezialfahrzeug etwa 600.000 Euro kosten.
Die Stadt kauft eine neue Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr. Weil so
ein Spezialfahrzeug rund 600.000 Euro kostet, ist eine europaweite
Ausschreibung notwendig. Hinter verschlossenen Türen berieten die Politiker
im Haupt- und Planungsausschuss zunächst über die Notwendigkeit einer
Ersatzbeschaffung für die 22 Jahre alte Drehleiter, beauftragten dann ein
Büro, die Ausschreibung vorzunehmen.
Bergedorfer Zeitung Online
Geld für die Neuanschaffung ist trotzdem vorhanden, da es Überschüsse im
investiven Bereich gibt, unter anderem die erste Rate aus dem
Konsolidierungsvertrag. Die wird, sofern der neu gewählte Landtag das
Konsolidierungsgesetz nach der Sommerpause kippt, zwar mit
Fehlbetragszuweisungen verrechnet, steht aber im Moment noch zur Verfügung.
Das entbindet die Stadt jedoch nicht vom Sparen, im Gegenteil: „Wir müssen
die Drehleiter jetzt erneuern. In einigen Jahren können wir uns den Kauf
nicht mehr leisten“, ist sich Delfs wie auch Bürgermeister Frank Ruppert
sicher.
Doch die Drehleiter ist nicht das einzige Feuerwehrfahrzeug: Der Ausschuss hat
auch den Kauf eines zusätzlichen Tanklöschfahrzeugs TLF 8/18 beschlossen.
Der geländegängige Unimog kostet neu 55.000 Euro, gekauft wird jedoch ein
Gebrauchtfahrzeug aus dem Berchtesgadener Land für 20.000 Euro. Mit dieser
Anschaffung, die im Vorjahr mit einem Sperrvermerk versehen war, erreicht
die Stadt die im Feuerwehrbedarfsplan geforderte Sollzahl von 435 Punkten
für die Ausstattung der Wehr. Das bringt Rechtssicherheit für alle
Verantwortlichen – und Geld. Denn nur, wenn die Sollzahl erreicht ist, gibt
es auch bis zu 20 Prozent Landeszuschüsse für die Ersatzbeschaffung der
alten Drehleiter, die im Jahr 2015 ohnehin ausgemustert werden sollte.
20 Jahre habe die als Vorführwagen gekaufte Drehleiter vom Typ DLK 23/12 ihren
Dienst problemlos verrichtet, so der Wehrführer. Doch seit zwei Jahren wären
vermehrt Probleme durch Verschleiß und an der Elektronik aufgetreten. Rein
theoretisch könne man auch die alte CC-Leitersteuerung, die schon lange
nicht mehr verbaut wird, gegen eine neue CS-Steuerung austauschen, sagt
Schröder: „Das würde allerdings immense Kosten verursachen und wäre etwa so,
als würde man einen Windows 95-Rechner mit iPad-Technik aufrüsten.“.




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Swattenbeeker meint:
von Interesse meint:
Gresu meint:
tut euich doch mit Lauenburg zusammen, soweit mir bekannt ist, wird doch auch dort eine "DL" benötigt.
Auch wenn hierzu eine europaweite Ausschreibung notwendig ist, wenn ich zwei Fahrzeuge, ggf. auch mit abweichender Ausstattung bei einem Händler kaufe, gewärt mir dieser Händler doch schon mal einen gewissen % - Staz an Rabatt ........ kann dies auch hier bei Sonderfahrzeugen der Fall sein ?
Dann wäre es eine Überlegung wert.