Randale
Spur der Verwüstung nach EM-Spiel
Donnerstag, 14. Juni 2012 14:44
Schwarzenbek. Randalierer hinterließen in der Nacht nach dem EM-Spiel Deutschland gegen Holland eine Spur der Verwüstung. Unbekannte haben unter anderem mehrere Fensterscheiben zerschlagen, eine Laterne umgeknickt und einen Altpapiercontainer angezündet. Die Polizei hofft nun auf Hinweise zur Ergreifung der Täter.
Lange Zeit war es ruhig in Schwarzenbek. Die letzten Fälle von geballtem
Vandalismus liegen viele Jahre zurück. Doch jetzt haben die Randalierer
wieder mit erschreckender Gewalt zugeschlagen: Mehrere Stunden nach dem
EM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Holland (2:1) ging es los.
Welchen Weg die Randalierer genommen haben und ob es sich um eine oder
möglicherweise auch mehrere Gruppen gehandelt hat, versucht die Polizei
derzeit zu ermitteln. „So eine Häufung von Vandalismus haben wir lange nicht
gehabt. Wir hoffen, dass es Zeugen gibt, damit wir die Täter fassen können“,
sagt Ernst Jenner, Leiter der Polizeizentralstation Schwarzenbek.
Denn reichlich Lärm müssen die Randalierer gemacht haben. Allein das
Zerschlagen der Fensterscheiben am European Textile Center und an der
Buschkoppel, des Schaukastens am Körnerplatz sowie einer Seitenscheibe eines
Autos an der Bismarckstraße muss laut gewesen sein. Mit enormer Gewalt haben
die Täter auch am Fußgängertunnel an der Compestraße eine Laterne umgeknickt
und die Lamellen der Außenjalousie an der Sporthalle verbogen.
Die Polizei geht davon aus, dass auch der Brand eines Altpapiercontainers am
Körnerplatz in unmittelbarem Zusammenhang mit den anderen Taten steht.
Anwohner meldeten das Feuer gegen 4.30 Uhr. Wer die Randalierer gesehen hat,
kann sich bei der Polizei unter (04151) 88940 melden.
In Gülzow hatte die Polizei ebenfalls Ärger mit einem Fußballfan (22). Der
Mann hatte das Spiel mit vier Freunden bei der Feuerwehr angesehen. Als die
Männer in seinem Opel Corsa nach Hause wollten, stoppten die Beamten sie.
Der Fahrer hatte 0,77 Promille und einen verbotenen Schlagstock in der
Seitentasche der Fahrertür. Führerschein und Stahlrute ist er los.
Da es am vergangenen Sonnabend eine Schlägerei unter Fußballfans am Markt in
Schwarzenbek gegeben hatte, waren diesmal besonders viele Polizisten im
Einsatz. „Die Fans haben gejubelt und es gab einen Auto-Corso. Sonst war es
ruhig“, so Jenner.sh






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Die Linke meint:
Dass es nicht anders geht, daran ist der böse Kapitalismus schuld.
Jojo meint:
Da können Sie mal sehen; die Straßensperrungen in Geesthacht haben für Schwarzenbek nichzs gebracht
Hahn meint:
Diese Randale hat absolut nichts mit dem Fußballspiel zu tun. Es braucht nur einen beliebigen Anlass, um gemeinsam (wichtig, denn allein ist man eine Null) irgendetwas zu zerstören oder anderen Schaden zuzufügen. Hier wird schlichtweg Frust abgelassen. Das kann man aber viel sinnvoller am Sandsack, beim Joggen oder beim Radfahren. Aber da fehlt dann vielleicht die Lust daran, jemand anderem einen Schaden zugefügt zu haben.