27.04.12

Wahlkampf

Merkel lockt 3000 Schaulustige nach Mölln

Mölln. Mehr als 3000 Menschen, darunter für eine Politikveranstaltung auch überraschend viele junge Leute, kamen zur Kundgebung mit Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager. Die Kanzlerin gab sich kämpferisch und überraschend humorvoll. Von Stefan Huhndorf

Fotostrecke
Foto: Huhndorf

Gab sich in Mölln kämpferisch: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Foto: Huhndorf

Bad in der Menge: Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager kommen umringt von vielen Sicherheitskräften zur Kundgebung.

Foto: Huhndorf

Alle Plätze besetzt. 3000 Gäste wollen "Angie" sehen.

Trotz prall voll gefülltem Terminkalender schweben Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager am Donnerstagabend pünktlich von einer Kundgebung in Flensburg pünktlich mit dem Hubschrauber auf dem Waldsportplatz ein. Von dort geht es mit der Limousine direkt zur Kundgebung auf dem Möllner Mühlenplatz. Punktlandung um 19 Uhr. Unter dem Jubel von 3000 Schaulustigen –für eine Politikveranstaltung auch erstaunlich viele junge Leute dabei – defiliert die Kanzlerin dicht umdrängt von Sicherheitskräften unter tosendem Applaus und den Klängen der Marschband Müssen ein.

Auf den Auftritt der Kanzlerin müssen die Zuschauer allerdings eine knappe halbe Stunde warten. Erst mal ist Jost de Jager dran, der – wen wundert's – gegen eine mögliche rot-grüne Landesregierung oder schlimmer noch die Dänen-Ampel mit SSW-Beteiligung wettert. Die Zukunft des Landes liegt in der Bildung und das garantiert nur die CDU, so der Christdemokrat. Und er nennt auch gleich eine Personalie: Alexandra Dinges-Dierig soll es richten. Sie war von 2004 bis 2008 Bildungsministerin in Hamburg und wollte 2011 Bürgermeisterin in Lübeck werden.

Dann schlägt die Stunde der Kanzlerin. Im fliederfarbenen Blazer gibt sie den Besuchern mathematische Nachhilfestunden: Zwei Dutzend chinesische Firmen sind insgesamt 24, 1,3 Milliarde Chinesen entspricht 1300 Millionen Menschen. Klar, dass auch sie wenig Sympathien für Rot-Grün hegt. "Die packen die Themen nicht an. Wenn Rot-Grün vor 100 Jahren an der Macht gewesen wäre, als flächendeckend Stromkabel verlegt wurden, wäre Schleswig-Holstein noch heute ohne Elektrizität", scherzte Merkel. "Man darf nicht ewig diskutieren, sondern muss Themen wie die A 20 oder die Fehmarnbeltquerung anpacken. Und das machen wir", sagte sie und entschwand gegen 20 Uhr mit einem Wurstkorb und eine Eulenspiegelstatue von Innenminister Klaus Schlie wieder in den Hubschrauber.

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt.

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Bergedorfer Zeitung.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt.
HINWEIS: Die Leserkommentare werden moderiert und freigeschaltet in der Zeit von:
Werktags: 6-23 Uhr
Wochenende und Feiertags: 7-23 Uhr
blog comments powered by Disqus
LESERREPORTER_teaser
kontakttelefon_968146l.jpg
Kontakt

So erreichen Sie unsere Redakteuremehr »

VW_online-signet
Volkers Welt

Wissen, staunen, schmunzeln, ratenmehr »

ANZEIGEN_kontakt
Schreiben Sie uns!

Wir rufen oder mailen zurück!mehr »

LeserreisenTieser
Verreisen

Mit uns in den Urlaub!mehr »