Investition
Baustart in Lanken: XXL-Solarpark für 7700 Haushalte
Montag, 16. April 2012 17:01
- Von Timo Jann
Schwarzenbek/Lanken. Die Region wird bald mit Ökostrom aus dem geplanten Solarpark in Lanken versorgt. Das Vorhaben mit Investitionen von 45 Millionen Euro wird größer, als bisher bekannt. Der Strom, den die 103.500 Photovoltaikmodule erzeugen, soll reichen, um etwa 7700 Haushalte zu versorgen.
„Der Strom wird hier vor Ort ins Netz eingespeist und dann in Schwarzenbek
und Umgebung regional verbraucht“, sagte Herbert Muders, Geschäftsführer des
Projektentwicklers, der „juwi Solar GmbH“ aus Wörrstadt beim gestrigen
Spatenstich.
25 Megawatt Leistung hat der Solarpark, der aus dem Boden gestampft wird. Zum
Vergleich: Das stillgelegte Atomkraftwerk Krümmel leistete gut 1300
Megawatt. Die Leistung der Atommeiler muss kompensiert werden. Deshalb wird
auf einen umweltfreundlichen Energiemix gesetzt. Strom aus Sonne, Wasser,
Wind und Biomasse wird im Kreis bereits erzeugt.
Werner Hesse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des
Kreises (WFL), hatte im Sommer 2010 nach dem Besuch einer Solarmesse die
Idee, die Brachfläche nördlich des Lankener Gewerbegebietes für einen
Solarpark zur Verfügung zu stellen. Mit der „juwi Solar GmbH“ fand sich
schnell ein Partner, das Unternehmen wiederum hatte mit der Firma „Rio
Energy“ (Stadtwerke Mainz) einen solventen Investor an der Seite.
Bedauerlich: Die Stadtwerke Geesthacht GmbH wollte sich an dem Solarpark
beteiligen, kam jedoch nicht um Zug. „Ich hätte mir gewünscht, dass hier
zunächst die lokalen Stadtwerke zum Zug gekommen wären“, sagt der
Landtagsabgeordnete Olaf Schulze (SPD), der auch Aufsichtsratschef der
Stadtwerke Geesthacht GmbH ist.
„In intensiven Gesprächen haben wir einen guten Weg für dieses
zukunftsträchtige Projekt gefunden“, berichtete Hesse. Der Kreistag hatte
die WFL beauftragt, sich im Rahmen der Energiewende zu engagieren. Ergebnis
ist die größte Einzelinvestition in der 20-jährigen Geschichte der WFL.
Allerdings wird es nur sekundär Jobs bringen.
Vor 50 Gästen beim ersten Spatenstich erklärte Innenminister Klaus Schlie
(CDU), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der WFL ist, dass man „zu Potte
kommen“ kommen müsse, um die Energiewende zu schaffen. Vor diesem
Hintergrund lobten er und Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) die
Verwaltung, die für eine schnelle Genehmigung gesorgt hatten.
„Wir als Kreis sind der größte kommunale Grundbesitzer in Deutschland. Zwölf
Prozent der Fläche des Kreises sind in unserem Besitz, damit können wir in
Sachen Energiewende etwas leisten“, sagte Füllner. Er denkt dabei eher an
Solaranlagen als an Windräder. Die würden sich im Naturpark Lauenburgische
Seen nicht so gut machen.
Der Bau des Solarparks, der aufgrund einer durch die Bundesregierung
reduzierten Förderung und die Novellierung des Energieeinspeisegesetzes auf
der Kippe stand, soll am 1. Juli in Betrieb gehen. Bis dahin wird das Areal
planiert, eine Infrastruktur gebaut und dann werden die Module auf
Traggestellen installiert.




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Stepfan aus Schwattenbek meint:
Es steht dort kein Baum kein Strauch mehr, es sieht dort aus wie in der Wüste, leider können sich Tiere nicht wehren.
SOLDAT A.D. meint:
WAS PASSIERT MIT DEN EHEMALIGEN MUNITIONSBUNKERN, WO ANGEBLICH VERSCHIEDENE VOGELARTEN IHR ZU HAUSE GEFUNDEN HABEN?!WIRD DAS AUCH ALLES "PLATT" GEMACHT?
HAT DA JEMAND INFORMATIONEN???
Stefan aus Schwattenbek meint:
Geld Geld regiert die Welt!