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Baustart in Lanken: XXL-Solarpark für 7700 Haushalte

Schwarzenbek/Lanken. Die Region wird bald mit Ökostrom aus dem geplanten Solarpark in Lanken versorgt. Das Vorhaben mit Investitionen von 45 Millionen Euro wird größer, als bisher bekannt. Der Strom, den die 103.500 Photovoltaikmodule erzeugen, soll reichen, um etwa 7700 Haushalte zu versorgen.
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„juwi“-Geschäftsführer Herbert Muders beim Spatenstich.
Foto: Jann
„juwi“-Geschäftsführer Herbert Muders beim Spatenstich.
„Der Strom wird hier vor Ort ins Netz eingespeist und dann in Schwarzenbek und Umgebung regional verbraucht“, sagte Herbert Muders, Geschäftsführer des Projektentwicklers, der „juwi Solar GmbH“ aus Wörrstadt beim gestrigen Spatenstich.
25 Megawatt Leistung hat der Solarpark, der aus dem Boden gestampft wird. Zum Vergleich: Das stillgelegte Atomkraftwerk Krümmel leistete gut 1300 Megawatt. Die Leistung der Atommeiler muss kompensiert werden. Deshalb wird auf einen umweltfreundlichen Energiemix gesetzt. Strom aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse wird im Kreis bereits erzeugt.
Werner Hesse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL), hatte im Sommer 2010 nach dem Besuch einer Solarmesse die Idee, die Brachfläche nördlich des Lankener Gewerbegebietes für einen Solarpark zur Verfügung zu stellen. Mit der „juwi Solar GmbH“ fand sich schnell ein Partner, das Unternehmen wiederum hatte mit der Firma „Rio Energy“ (Stadtwerke Mainz) einen solventen Investor an der Seite. Bedauerlich: Die Stadtwerke Geesthacht GmbH wollte sich an dem Solarpark beteiligen, kam jedoch nicht um Zug. „Ich hätte mir gewünscht, dass hier zunächst die lokalen Stadtwerke zum Zug gekommen wären“, sagt der Landtagsabgeordnete Olaf Schulze (SPD), der auch Aufsichtsratschef der Stadtwerke Geesthacht GmbH ist.
„In intensiven Gesprächen haben wir einen guten Weg für dieses zukunftsträchtige Projekt gefunden“, berichtete Hesse. Der Kreistag hatte die WFL beauftragt, sich im Rahmen der Energiewende zu engagieren. Ergebnis ist die größte Einzelinvestition in der 20-jährigen Geschichte der WFL. Allerdings wird es nur sekundär Jobs bringen.
Vor 50 Gästen beim ersten Spatenstich erklärte Innenminister Klaus Schlie (CDU), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der WFL ist, dass man „zu Potte kommen“ kommen müsse, um die Energiewende zu schaffen. Vor diesem Hintergrund lobten er und Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) die Verwaltung, die für eine schnelle Genehmigung gesorgt hatten.
„Wir als Kreis sind der größte kommunale Grundbesitzer in Deutschland. Zwölf Prozent der Fläche des Kreises sind in unserem Besitz, damit können wir in Sachen Energiewende etwas leisten“, sagte Füllner. Er denkt dabei eher an Solaranlagen als an Windräder. Die würden sich im Naturpark Lauenburgische Seen nicht so gut machen.
Der Bau des Solarparks, der aufgrund einer durch die Bundesregierung reduzierten Förderung und die Novellierung des Energieeinspeisegesetzes auf der Kippe stand, soll am 1. Juli in Betrieb gehen. Bis dahin wird das Areal planiert, eine Infrastruktur gebaut und dann werden die Module auf Traggestellen installiert.
5 Kommentare
Stepfan aus Schwattenbek meint:
Es ist schon alles, bis auf die Bunker platt!!
Es steht dort kein Baum kein Strauch mehr, es sieht dort aus wie in der Wüste, leider können sich Tiere nicht wehren.
SOLDAT A.D. meint:
TRAURIG TRAURIG!!!
WAS PASSIERT MIT DEN EHEMALIGEN MUNITIONSBUNKERN, WO ANGEBLICH VERSCHIEDENE VOGELARTEN IHR ZU HAUSE GEFUNDEN HABEN?!WIRD DAS AUCH ALLES "PLATT" GEMACHT?
HAT DA JEMAND INFORMATIONEN???
Stefan aus Schwattenbek meint:
Solar ist sicherlich gut, müssen so viele Bäume abgehackt werden? Was man der Natur genommen hatte, hat sie sich zurück erobert, DAS WAR EIN ELDORADO FÜR TIER UND MENSCH! Andere platte Flächen in der gleichen Gegend, hätten es auch getan.
Geld Geld regiert die Welt!

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