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Läden sind verwaist - aber es kommt ein Neubau

Schwarzenbek. Die Apotheke am Ritter-Wulff-Platz, der alte Penny-Markt, Budni, der Radio- und Fernsehhändler Rohloff – die Liste der leer stehenden Geschäfte in der Stadt lässt sich weiter fortsetzen. aberr zumindest an der Lauenburger Straße 5 ist ein neues schickes Geschäftshaus geplant.
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Leerstände
Foto: Stefan Huhndorf
Trend Men an der Lauenburger Straße gibt es nicht mehr. CML zieht ein, und in zwei Jahren kommt ein Neubau.
„Freie Ladenflächen werden von den Vermietern zu wenig beworben“, nennt Maren Brinkmeier, Maklerin beim Immobilienbüro „Brinkmeier&Liebelt“ in Schwarzenbek als Grund für die Tristesse. Ihrem Büro war es mit guter Akquise beispielsweise gelungen, den Sportclub „Mrs. Sporty“ in die leer stehende ehemalige Kik-Filiale an der Lauenburger Straße zu holen.
Geschäftsräume müssen über die Stadtgrenzen hinaus – vor allem im Internet – angepriesen werden, damit auswärtige Interessenten aufmerksam werden. Nur einen Zettel an die Ladentür oder ans Schaufenster zu kleben mit dem Hinweis „Zu vermieten“, reiche absolut nicht, so die Maklerin.
Positives gibt es inzwischen von der Lauenburger Straße 5 zu berichten. Von Oktober 2010 bis zum Januar hatte dort Rainer Jürss sein Geschäft „Trend Men“ mit Herrenmode geführt. Nach einem Jahr kam dann der Ausverkauf. Jetzt hat das Haus einen neuen Besitzer: Günter Wunder, ehemaliger Gründer und Geschäftsführer der Kieswerke Wunder aus Dassendorf, kaufte das Gebäude, um es in zwei Jahren abzureißen und mit Geschäften und sechs bis acht Wohnungen neu aufzubauen.
„Die Planungen laufen schon“, sagte Wunder. In das bestehende Geschäft wird bis zum Abriss in Kürze Hans-Jürgen Linde, der auch das beliebte Modekaufhaus „CML“ an der Berliner Straße 1 und ein weiteres Modegeschäft in der Schwarzenbeker Passage betreibt, einziehen.
„Wir werden dort so schnell wie möglich ein modernes Geschäft mit hochwertiger Markenmode einrichten“, kündigte Linde an. Für den Schwarzenbeker Geschäftsmann ist das eine Rückkehr zu den „Wurzeln“, denn an gleicher Stelle betrieb er 15 Jahre lang erfolgreich das Geschäft „CML Fashion“ mit Markenmode für Junge und Junggebliebene. Es war der Ausgangspunkt für sein Mode-Kaufhaus.
Generell aber halte der Einzelhandel den „Ball im Moment flach“, meinte Uwe Krützmann, stellvertretender Vorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Schwarzenbek. Als Grund dafür nannten enttäuschte Kaufleute das Scheitern des Kaufhaus-Projekts (Jugendtreff und Kaiserhof) von Frank Kiefaber, in das beispielsweise auch die Betreiber der Buchhandlung Lesezeit große Hoffnung gesetzt hatten und deshalb an der Lauenburger Straße das mittlerweile wieder geschlossene Schreibwaren- und Geschenkartikelgeschäft Trendzeit einrichteten.
Langfristig ist WVS-Vize Krützmann allerdings optimistisch. „Wir haben mehr Interessenten als Ladenflächen in Schwarzenbek“, sagte er. Deshalb drängt die WVS weiterhin auf ein Einkaufszentrum am Alten Markt, das den Standort noch interessanter machen und Ansiedlungs-Entscheidungen für Schwarzenbek beflügeln würde.
Und gerade in diesem Punkt gibt es anscheinend Grund zur Hoffnung: Die Stadt hat die beiden Immobilien zunächst bis Ende März im Internet bei verschiedenen Immobilien-Portale ausgeschrieben. „Es gibt schon zahlreiche Interessenten sowohl für beide Gebäude als auch nur für den Jugendtreff“, sagte Bauamtsleiter Ralf Hinzmann, der auch für das Stadtmarketing zuständig ist.
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