Hausbrand
Feuerwehr kämpft gegen Flammen und Eis
Mittwoch, 1. Februar 2012 09:07
Gülzow. Ein Großbrand hat gestern Nacht ein Einfamilienhaus in Gülzow in Schutt und Asche gelegt. Obwohl die Feuerwehr nach einem gemeldeten Zimmerbrand schnell vor Ort war, brannte das Haus wenig später lichterloh. Die fünfköpfige Familie konnte sich retten, der Schaden beträgt mindestens 400.000 Euro.
Gegen 0.30 Uhr hatten die Bewohner im Wohnzimmer ein Feuer bemerkt. Sofort riefen sie die Feuerwehr. „Als wir wenige Minuten später am Einsatzort waren, drang überall aus dem Dach schon Qualm.

Foto: Jann
Eiszapfen am Helm und ein völlig vereistes Visir: Die Kälte macht den Helfern zu schaffen.
Die fast 100 Feuerwehrleute hatten dabei gleich mit drei Problemen zu kämpfen: Der Einsatzort lag in einer engen Sackgasse. Nur ein Löschfahrzeug konnte zum Haus vorfahren, damit noch Platz für die Drehleiter blieb. Mit der konnte der Brand aus der Höhe bekämpft werden.
Zweites Problem: Der strenge Nachtfrost. Eispanzer überzogen die Schutzkleidung der Feuerwehrleute, es war spiegelglatt, die Hydranten zugefroren, das Löschwasser gefror in den Schläuchen. „Und dann hatten wir einen extremen Funkenflug“, sagte Diersen. Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel bestätigte: „Wir hatten schon sehr extreme Bedingungen.“

Foto: Jann
Aus einem Hydranten direkt vor dem brennenden Haus kann die Feuerwehr nicht genug Löschwasser holen, andere sind vereist.
In der mit einem dicken Eispanzer überzogenen Ruine wollen Ermittler der Kriminalpolizei jetzt versuchen, die Brandursache zu klären. Während im Dachgeschoss das Feuer alles zerstörte, richtete im Erdgeschoss des Hauses das Löschwasser große Schäden an. Das Einfamilienhaus mit dem eingestürzten markanten Turm über dem Eingangsbereich wird wohl nicht mehr zu retten sein.tja
Bergedorfer Zeitung Online
Artikelkommentare abonnieren
Kommentar abgeben
Noch kein Kommentar abgegeben





Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
Gastro-Tipps
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche













