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Feuerwehr kämpft gegen Flammen und Eis

Gülzow. Ein Großbrand hat gestern Nacht ein Einfamilienhaus in Gülzow in Schutt und Asche gelegt. Obwohl die Feuerwehr nach einem gemeldeten Zimmerbrand schnell vor Ort war, brannte das Haus wenig später lichterloh. Die fünfköpfige Familie konnte sich retten, der Schaden beträgt mindestens 400.000 Euro.
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Das Haus brannte völlig aus, die Bewohner blieben unverletzt.
Foto: Timo Jann
Das Haus brannte völlig aus, die Bewohner blieben unverletzt.
Gegen 0.30 Uhr hatten die Bewohner im Wohnzimmer ein Feuer bemerkt. Sofort riefen sie die Feuerwehr. „Als wir wenige Minuten später am Einsatzort waren, drang überall aus dem Dach schon Qualm.
Eiszapfen am Helm  und ein völlig vereistes Visir: Die Kälte macht den Helfern zu schaffen.
Foto: Jann
Eiszapfen am Helm und ein völlig vereistes Visir: Die Kälte macht den Helfern zu schaffen.
Unser erster Löschtrupp, der sofort ins Haus gegangen ist, konnte den Brandherd wegen der starken Rauchentwicklung nicht finden“, erklärte Gülzows Wehrführer Andreas Diersen. Augenblicke später schlugen bereits Flammen aus dem Dach. Feuerwehrleute aus Schwarzenbek, Kollow, Juliusburg und Krukow rückten zur Unterstützung nach Gülzow aus.
Die fast 100 Feuerwehrleute hatten dabei gleich mit drei Problemen zu kämpfen: Der Einsatzort lag in einer engen Sackgasse. Nur ein Löschfahrzeug konnte zum Haus vorfahren, damit noch Platz für die Drehleiter blieb. Mit der konnte der Brand aus der Höhe bekämpft werden.
Zweites Problem: Der strenge Nachtfrost. Eispanzer überzogen die Schutzkleidung der Feuerwehrleute, es war spiegelglatt, die Hydranten zugefroren, das Löschwasser gefror in den Schläuchen. „Und dann hatten wir einen extremen Funkenflug“, sagte Diersen. Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel bestätigte: „Wir hatten schon sehr extreme Bedingungen.“
Aus einem Hydranten direkt vor dem brennenden Haus kann die Feuerwehr nicht genug Löschwasser holen, andere sind vereist.
Foto: Jann
Aus einem Hydranten direkt vor dem brennenden Haus kann die Feuerwehr nicht genug Löschwasser holen, andere sind vereist.
Gegen 1 Uhr stand der Dachstuhl des Einfamilienhauses lichterloh in Flammen, kurze Zeit später stürzte er teilweise ein. Die Bewohner kamen derweil bei Nachbarn unter. Um ausreichend Wasser einsetzen zu können, reichte der Hydrant vor dem brennenden Haus nicht aus. Andere Hydranten in der Nähe waren jedoch trotz vor dem Winter eingebauter Folien vereist. Deshalb musste erst eine einen Kilometer lange Schlauchleitung zu einer Zisterne am Osterfelder Weg aufgebaut werden. „Als wir dann richtig löschen konnten, hatten wir die großen Flammen schnell aus“, sagte Diersen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch stundenlang hin, am Vormittag wurden noch Brandnester abgelöscht.
In der mit einem dicken Eispanzer überzogenen Ruine wollen Ermittler der Kriminalpolizei jetzt versuchen, die Brandursache zu klären. Während im Dachgeschoss das Feuer alles zerstörte, richtete im Erdgeschoss des Hauses das Löschwasser große Schäden an. Das Einfamilienhaus mit dem eingestürzten markanten Turm über dem Eingangsbereich wird wohl nicht mehr zu retten sein.tja
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