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Laternen sollen Stromsparen lernen

Schwarzenbek. 182.000 Euro kostet die Straßenbeleuchtung in Schwarzenbek pro Jahr. Zudem verursachte die Beleuchtung diverse Tonnen Kohlendioxidausstoß. Deshalb testet die Stadt jetzt neue Formen der Beleuchtung - unter anderem mit Leuchtdioden.
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Schwarzenbek: Straßenlaternen
Foto: Marcus Jürgensen
Alt: Straßenlaternen mit herkömmlicher Hochdruck-Quecksilber-Dampflampen (HQL).
„Noch bin ich am Rechnen“, sagt Jörg Balk. Bis Ende März müssen jedoch die Zahl und Art der Straßenlaternen, ihr Energieverbrauch sowie das Einsparpotenzial bei einer Modernisierung feststehen. Dann endet die Bewerbungsfrist für ein Förderprogramm: Unter dem Titel „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ unterstützt das Bundesumweltministerium Kommunen mit bis zu 80 Prozent, wenn sie ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um mindestens 95 Prozent senken wollen. Zudem können Kommunen, die ihre Straßen- und Außenbeleuchtung auf LED-Technik umrüsten, eine Förderung von 40 Prozent erhalten. Deshalb ist diese Technik – trotz der damit verbundenen Schwierigkeiten – besonders interessant.
Im vergangenen Jahr hat die Straßenbeleuchtung die Bürger der Europastadt 182.000 Euro gekostet: 70.000 Euro für Reparaturen und Wartung sowie 112.000 Euro Stromkosten. Aktuell gibt es in der Stadt rund 1900 Laternen. Ursprünglich waren alle mit Hochdruck-Quecksilber-Dampflampen (HQL) ausgerüstet, die 80 Watt Strom verbrauchen. Seit zwei Jahren werden die Laternen nach und nach straßenweise auf modernere und energiesparende Natrium-Dampflampen (NAV) umgerüstet, die nur noch 50 Watt benötigen.
Das ist ohne Umbauten an den Laternen möglich. „Man kann die Lampen in einer Straße aber nicht mischen, weil HQL weiß leuchtet, NAV dagegen gelb. Das irritiert Passanten und Autofahrer“, sagt Balk. Die Stadt spart auch, indem sie ab 22.30 Uhr in Wohngebieten jede zweite Laterne abschaltet. An den Landes und Bundesstraßen sind die Laternen mit jeweils zwei Röhren versehen, von denen eine nach 22.30 Uhr ausgeschaltet wird. Weitere deutliche Reduzierungen bei den Stromkosten könnten LEDs bringen: Bei der Umrüstung auf diese Technik geht Balk von einem Einsparpotenzial von 25 Prozent aus.
Unklar ist jedoch noch die Lebensdauer der LED-Lampen, die laut Herstellern zwischen dreieinhalb und fünf Jahren liegen soll. Ein weiteres Problem ist, dass die LEDs nicht einfach in vorhandene Laternen eingebaut werden können. Das hängt mit dem Lichtkegel zusammen. Während die Laternen bislang 35 Meter auseinander stehen und eine durchgehende Ausleuchtung gewährleisten, dürften LED-Lampen bei gleicher Höhe nur 25 Meter weit auseinander stehen. Die Lösung wären höhere Masten. Diese Investition würde sich aber nur über hohe Zuschüsse amortisieren.
Bislang gibt es versuchsweise drei Laternen mit LED-Technik an der Straße Hirschsprung, seit gestern eine weitere an der Einmündung Moorweg/Grabauer Straße.sh/cus
4 Kommentare
Bürger aus Schwattenbek meint:
Werner ich muss Schwarzenbeker Jung recht geben.
Schwarzenbeker Jung meint:
@Werner: Ist richtig... :-) *lach*
werner meint:
Schwarzenbeker Jung: Energie sparen, Rechner ausschalten statt flachsinnige Kommentare zu verfassen.

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