Handelszentrum
Chinesen konzentrieren sich auf Marktsondierung
Freitag, 20. Januar 2012 15:41
- Von Stefan Huhndorf
Schwarzenbek. Die große Euphorie ist verraucht: Seit drei Jahren geistert die Vision von einem chinesischen Zentrum für Heimtextilien durch die Stadt. Zu sehen ist davon eigentlich gar nichts.
Schon wieder Baustopp am ehemaligen Aldi-Markt: Seit dem Juni 2010 haben Hao Huang und Wang Guobin – Angestellte des potenziellen chinesischen Investors Zhonghui Zhu – die Schlüssel für das Gebäude an der Buschkoppel. Im Herbst rückten einige Handwerker an, dann war wieder Schluss. Anscheinend konzentrieren sich die Chinesen erst einmal auf ihr Sortiment, mit dem sie in Europa Kunden locken wollen. Die beiden haben sehr viel Zeit in einen Katalog investiert, mit dem sie auf der Fachmesse Heimtextil vom 11. bis zum 14.Januar in Frankfurt waren. Dabei hat sie offenbar auch Zhus Designerin unterstützt, die im Dezember für einige Tage in Schwarzenbek war. Der Unternehmer selbst ließ sich aber nicht blicken. Er hat bislang auch keine Gespräche mit der Firma Fette über den Kauf der Schafwiese an der Grabauer Straße geführt, die als Standort für ein großes Heimtextilzentrum im Gespräch ist. „Die Ansiedlung läuft derzeit wohl auf Sparflamme“, sagte ein Insider unserer Zeitung. Denn der Heimtextilien-Markt ist stark umkämpft. Allein in Frankfurt buhlten 2634 Aussteller um Kunden. Führend sind dabei deutsche Anbieter, weitere starke Nationen für Heimtextilien sind China, Indien, Pakistan, Türkei, Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Portugal. Schon seit Wochen tut sich nichts mehr am ehemaligen Aldi-Markt an der Buschkoppel.



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