Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/schwarzenbek/article134468/Kommt_jetzt_die_Super_Grundschule.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Kommt jetzt die Super-Grundschule?

Schwarzenbek. Vorschlag: 750 Kinder an zwei Standorten unter einer Leitung - so könnte eine neue Super-Grundschule unter dem organisatorischen Dach der Schule Nordost künftig aussehen.
Zurück Bild 1 von 3 Weiter
Die Grund- und Regionalschule Nordost wird bald nur noch Grundschule sein.
Foto: Jürgensen
Die Grund- und Regionalschule Nordost wird bald nur noch Grundschule sein.
Das Ende der Regionalschule an der Cesenaticostraße ist beschlossene Sache: Zum Schuljahr 2016/2017 ist Schluss, schon jetzt werden keine neuen Schüler aufgenommen. Die künftigen Absolventen haben jedoch Bestandschutz, dürfen noch ihre Abschlüsse machen.
Doch statt zu schrumpfen, könnte die Schule Nordost in Zukunft sogar noch deutlich größer werden: Eine entsprechende Idee haben die Politiker nach Informationen unserer Zeitung am Dienstagabend im Schulverband hinter verschlossenen Türen diskutiert. Schulrätin Dagmar Lorenzen hatte bereits im Herbst als eine mögliche Variante für die Zukunft der Bildungseinrichtung (469 Schüler) die Zusammenlegung mit dem Grundschulteil (280 Schüler) der Gemeinschaftsschule ins Gespräch gebracht (wir berichteten).
Diese Möglichkeit wurde offensichtlich am Dienstagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit intensiv diskutiert und scheint auch mehrheitsfähig zu sein. Angedacht ist eine Grundschule mit zwei Standorten und insgesamt 750 Schülern. Die Eltern auch aus dem Umland haben die Wahl, ob die Kinder an der Breslauer Straße oder an der Cesenaticostraße unterrichtet werden.
Spezielle Förderprogramme aus Nordost wie beispielsweise für den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule können dann besser vernetzt werden. Da die Schule Nordost über einen Bus verfügt, wäre auch für bestimmte Projekte oder Förderkurse der Transport von Kindern zwischen den beiden Standorten kein Problem.
Der Unterschied für die Kinder an der Breslauer Straße zur jetzigen Situation wäre nur gering, da sie auch jetzt schon räumlich vom Rest der Gemeinschaftsschule getrennt sind. Gemeinschaftsschulleiter Andreas Hartung hat dieser Idee allerdings bereits bei der Präsentation im Herbst eine Absage erteilt. Schon bei der aktuellen Entfernung von 300 Metern zwischen Grund- und Gemeinschaftsschule sei der Unterricht schwierig.
Bei zwei Standorten in anderen Teilen der Stadt sei das schlicht unmöglich, argumentierte er. Angesichts der neuen Diskussion soll Grove die Absicht aus dem Schulverband auszusteigen, erst einmal auf Eis gelegt haben. Denn für die Dörfer hätte diese Variante Vorteile: Wenn künftig beide Grundschulen dem Schulverband angehören, müssen sie auch keine Gastschulbeiträge mehr bezahlen, wenn die Eltern sich statt für Nordost für die Compeschule entscheiden.
Die Überlegungen gehen aber anscheinend noch weiter: Auch das Förderzentrum Centa-Wulf-Schule, das die künftig leer stehenden Regionalschulräume beziehen soll, könnte in den Schulverband einbezogen werden. Dann wäre auch die Betreuung von Kindern mit besonderen Problemen in einem Gesamtkonzept integriert.
2 Kommentare
Sandra Lipke-Torkel meint:
Eine Grundschule mit etwas mehr als 750 Schülern zu schaffen ist sicher eine zweifelhafte Idee!
Denn machen wir uns nichts vor, es wird nicht lange dauern und dann wird sich herausstellen, dass die Lehrkräfte aus Nordost nicht dauerhaft zwischen zwei Standorten pendeln können. Dann kann man doch wieder einen Standort (Breslauer Straße) einsparen.
Wenn man bedenkt, dass Pausenaufsichten bei 250 Schülern schon so manches Mal überfordert sind, möchte ich mir das nicht bei einer Riesengrundschule vorstellen.
v meint:
Sehr gut! Ich denke, es muss nur vernünftig organisiert werden, dann lassen sich 2 Standorte betreiben. Das Hartung dagegen ist ist doch klar: im gehen die Schüler und Lehrer der Compe-Schule verloren und somit Personalverantwortung usw. Im Gegenteil: es wächst eine "starke Konkurrenz" mit einer solch großen Schule.

Ich finde die Idee prima, auch im die Centa-Wulff-Schule wieder in die Stadt zu integrieren.

Wenn es finanziell machbar ist (und das scheint mir in dieser Form durchaus gegeben zu sein) sollte diese Idee schnell umgesetzt werden.

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008