Uhlenhorst
Bald neues Leben in der Brandruine
Dienstag, 17. Januar 2012 18:54
- Von Stefan Huhndorf
Schwarzenbek. Es soll wieder aufwärts gehen in der Einkaufsstraße Uhlenhorst. Die hässliche Lücke, die nach dem Brand im Eiscafé "Venezia" zwei Jahre lang in der Ladenzeile klaffte, wird nun geschlossen. Jetzt lud der Eigentümer zum Richtfest ein.
Es wird bald wieder ein wenig lebendiger in der Einkaufszone Schmiedestraße/Uhlenhorst. Nach dem Brand im Eiscafé „Venezia“ klaffte zwei Jahre lang eine hässliche Lücke in der Ladenzeile. Auch der benachbarte Döner-Imbiss musste wegen des Feuers für einige Monate schließen. Hinzu kommen Leerstände in der Einkaufsstraße im Bereich des ehemaligen Budni-Marktes und bei dem Gemüsehändler.
Doch nun soll es wieder aufwärts gehen. Hans Behrendt, Eigentümer der Ladenzeile an der Uhlenhorst lud jetzt zum Richtfest ein. Erst dauerte alles ganz lange, weil ein neuer Bebauungsplan aufgestellt und zahlreiche Genehmigungen eingeholt werden mussten (wir berichteten), und dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von vier Wochen haben Maurer und Zimmerleute den Rohbau hochgezogen. Jetzt hängt es vom Wetter ab, wie schnell das Gebäude fertig wird. Aber im Frühjahr dürfte die Ladenzeile im alten Glanz erstrahlen.
Hans Behrendt zeigte sich sichtlich erleichtert, dass es nun weitergeht. „Das Haus wird wieder genau so aussehen, wir früher. Es wird 123 Quadratmeter Ladenfläche mit einem Sozialraum und zwei Toiletten geben“, erzählte der 93-Jährige. Ein Eiscafé wird dort allerdings nicht wieder einziehen, auch keine andere Gastronomie. Schließlich gibt es gleich nebenan den Döner-Imbiss und das griechische Restaurant.
„Ich stehe mit mehreren Interessenten in Verhandlungen. Ich habe mich aber noch nicht entschieden“, sagte Hans Behrendt, der keinerlei weitere Details über die künftige Nutzung durchblicken lassen wollte.
Das Gebäude, in dem am 10. Februar 2010 ein bislang unbekannter Brandstifter Feuer legte, hat eine wechselvolle Geschichte. Lange bevor der Italiener Corrado Milana das Eiscafé „Venezia“ eröffnete, hatte Hans Behrendt dort seine Glaserei. Der Schwarzenbeker hatte in den 50er-Jahren den dahinter liegenden Eiskeller der Brauerei Holsten gekauft und baute die Werkstatt an. Nach und nach erweiterte er das Gebäude, und so entstand die Ladenzeile, die früher auch „Saaten-Otto“, die Uhlen-Drogerie, eine Konditorei, ein Reformhaus und ein Fahrradgeschäft beherbergte.



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Ein Schelm der bei dieser Berichterstattung Böses ahnt...