Demo
Ratzeburg macht mobil gegen Rechts und Fremdenfeindlichkeit
Montag, 16. Januar 2012 18:08
Ratzeburg. Zu einer Demonstration gegen Neonazis hat Bürgervorsteher Ottfried Feußner für kommenden Sonnabend in der Kreisstadt aufgerufen. Auslöser sind Morddrohungen gegen Bürgermeister Voss und ausländerfeindliche Parolen, die am vergangenen Freitag unter anderem an das Rathaus geschmiert wurden.

Foto: Nimtz
Ein Kripobeamter sichert am Rathaus Spuren. Wer die Parolen auf die Wände schmierte, ist noch unklar.
Die Kreisstadt droht sich zu einem Zentrum von Rechten zu entwickeln. Dagegen
wollen die Parteien in der Stadtvertretung massiv ansteuern.
Wie berichtet, haben Unbekannte in der Nacht zum vergangenen Freitag Wände
beschmiert, Autos demoliert und dabei Morddrohungen gegen Ratzeburgs
Bürgermeister Rainer Voß, Pröpstin Frauke Eiben und den Sprecher des
Ratzeburger Bündnisses Mark Sauer kommuniziert. Bereits in der
Silvesternacht skandierte eine Gruppe überwiegend jugendlicher Personen an
der Ecke Langenbrücker Straße/Marktplatz „Heil Hitler“ und
ausländerfeindliche Parolen.
„Mit Bestürzung, Abscheu und Verachtung reagieren wir auf die schrecklichen
Ereignisse. Wir verurteilen diese kriminellen Schandtaten auf das
Schärfste“, schreibt Bürgervorsteher Ottfried Feußner im Namen aller
Politiker in einem offenen Brief. Er ruft die Bürger auf, am kommenden
Sonnabend um 10 Uhr zu einer Kundgebung gegen Rechts auf den Marktplatz zu
kommen.eb
Bergedorfer Zeitung Online
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