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Ratzeburg macht mobil gegen Rechts und Fremdenfeindlichkeit

Ratzeburg. Zu einer Demonstration gegen Neonazis hat Bürgervorsteher Ottfried Feußner für kommenden Sonnabend in der Kreisstadt aufgerufen. Auslöser sind Morddrohungen gegen Bürgermeister Voss und ausländerfeindliche Parolen, die am vergangenen Freitag unter anderem an das Rathaus geschmiert wurden.
Ratzeburg Nazi Schmierereien
Foto: Nimtz
Ein Kripobeamter sichert am Rathaus Spuren. Wer die Parolen auf die Wände schmierte, ist noch unklar.
Die Kreisstadt droht sich zu einem Zentrum von Rechten zu entwickeln. Dagegen wollen die Parteien in der Stadtvertretung massiv ansteuern.
Wie berichtet, haben Unbekannte in der Nacht zum vergangenen Freitag Wände beschmiert, Autos demoliert und dabei Morddrohungen gegen Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, Pröpstin Frauke Eiben und den Sprecher des Ratzeburger Bündnisses Mark Sauer kommuniziert. Bereits in der Silvesternacht skandierte eine Gruppe überwiegend jugendlicher Personen an der Ecke Langenbrücker Straße/Marktplatz „Heil Hitler“ und ausländerfeindliche Parolen.
„Mit Bestürzung, Abscheu und Verachtung reagieren wir auf die schrecklichen Ereignisse. Wir verurteilen diese kriminellen Schandtaten auf das Schärfste“, schreibt Bürgervorsteher Ottfried Feußner im Namen aller Politiker in einem offenen Brief. Er ruft die Bürger auf, am kommenden Sonnabend um 10 Uhr zu einer Kundgebung gegen Rechts auf den Marktplatz zu kommen.eb
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