Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/schwarzenbek/article134096/Gute_Chance_fuer_evangelische_Schule.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Gute Chance für evangelische Schule

Gülzow. Die Eltern haben bald wohl noch mehr Wahlfreiheit: Nach dem Fehlstart im vergangenen Sommer wird die Evangelische Grundschule in Gülzow wohl im August beginnen. Die erforderliche Zahl von mindestens 13 Anmeldungen ist schon jetzt erreicht.
Evangelische Schule
Foto: Monika Retzlaff
Die künftige Lehrerin Susanne Klinkert (M.) aus Kollow zeigt, wie der Unterricht mit dem Morgenkreis an der Evangelischen Schule in Gülzow beginnen wird.
Der zweite Anlauf für die Gründung der Evangelischen Schule, den der Förderverein und die Evangelische Schulstiftung in Mecklenburg-Vorpommern und Nordelbien anstreben, macht Fortschritte. 16 Anmeldungen wurden am zweiten Tag der offenen Tür am Sonnabend gezählt. Davon wurden 13 Kinder nicht nur angemeldet, sondern die Eltern unterschrieben schon den verbindlichen Schulvertrag.
Der bereits für den Beginn dieses Schuljahres geplante Start war gescheitert, weil es nur sechs Anmeldungen gab. 13 bis 15 wären nötig gewesen. Dieses Ziel ist jetzt schon erreicht.
Es ist aber nicht nur die Zahl der Interessenten gestiegen. Pastor Matthias Mannherz stellte am Sonnabend die beiden Lehrerinnen und die zwei Erzieherinnen vor, die nach erfolgreicher Schulgründung dort arbeiten werden.
Anke Ormeloh aus Rostock ist als Schulleiterin vorgesehen. Die 50-Jährige ist an der „Werkstattschule in Rostock“ tätig – ebenfalls eine Privatschule. An der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Grundschule, die den Titel „Europaschule“ trägt, unterrichtet sie Kinder der ersten bis vierten Klasse jahrgangsübergreifend, hauptsächlich in Mathematik und Englisch. „Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe in Gülzow“, sagte sie. Das trifft auch für Susanne Klinkert aus Kollow zu.
Die 63-jährige, bereits pensionierte Lehrerin zieht es aus dem Ruhestand wieder in die Klassenräume. Nach 30 Jahren Schuldienst in den Hamburger Stadtteilen Nettelnburg und Altona mit großen Klassen und Schulen, brennt sie darauf, so arbeiten zu können, wie sie es sich immer erträumt hat. „Für mich wird wirklich ein Traum wahr“, sagte sie. Die Kinder sollen an der neuen privaten Schule in Gülzow alles lernen, was sie an einer staatlichen Schule auch lernen: lesen, schreiben, rechnen. „Wir wollen die Kinder behutsam und konsequent für die weiterführende Schule vorbereiten, sie in ihrer Persönlichkeit stärken, sodass sie als Erwachsene für sich selbst sorgen können“, sagte Susanne Klinkert.
Im Hortbereich wird die Erzieherin Melanie Conrads arbeiten. Der neue Job ist der Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Vor der Familienpause war sie im Kindergarten in Basedow tätig. Ihre Tochter Malin wird in die neue Schule eingeschult.
Wie der Tag dann beginnt, konnten die Kinder und Eltern am Sonnabend sehen. Zum Morgenkreis mit Anke Ormeloh und Susanne Klinkert setzten sich 20 Kinder zusammen und machten sich bekannt. Im Tagesablauf schließen sich das selbstständige Lernen, der gebundene Unterricht, das Mittagessen sowie Kurse, Projekte, der Förderunterricht und die Hortbetreuung an. Die Schule wird ein evangelisches Profil haben. Das heißt nicht, dass Andachten und Gottesdienste den Tagesablauf bestimmen. Im Mittelpunkt steht das christliche Verständnis, wonach Bildung und Erziehung, Leben und Lernen zusammengehören. „Die Kinder sollen mit einer vom Evangelium Jesu Christi herkommenden Hoffnung darauf bekannt werden, dass diese Welt in aller Vorläufigkeit und Endlichkeit großartige Lebensmöglichkeiten und -chancen bietet“, beschrieb Pastor Mannherz das Konzept.rz
Noch kein Kommentar abgegeben

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008