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Die hässliche Baulücke verschwindet

Schwarzenbek. Fast zwei Jahre ist es her, dass Unbekannte das Eiscafé „Venezia“ an der Uhlenhorst in Brand setzten. Bis zum Sommer 2010 war die verrußte Brandruine der Schandfleck in der Ladenzeile. Jetzt rollen wieder die Bagger.
Eiscafe Venezia
Foto: Stefan Huhndorf
Arbeiter richten den Untergrund her, damit hier das Fundament geschüttet werden kann.
„Wenn das Wetter hält und kein Schnee fällt, steht der Rohbau zu Weihnachten“, sagte Bauleiter Kai Reineke von der Firma Meier KG Baugeschäft gestern. Der Neubau soll wieder nur ein Geschoss hoch werden, obwohl der B-Plan sogar eine Aufstockung zulassen würde. Spätestens im Frühjahr wird die Ladenzeile dann wieder komplett sein.
Für den Wiederaufbau musste ein neuer B-Plan (Nr. 16 a) aufgestellt werden, da das in den 1950er-Jahren errichtete Gebäude keinen Bestandsschutz hatte. Es war größer, als ein später aufgestellter Bebauungsplan dies zuließ. Außerdem reichte es zu dicht an die Friedhofsmauer heran. Es dauerte, bis alle Hürden aus dem Weg geräumt waren. Mit dem neuen B-Plan wäre ein zweites Stockwerk zulässig.
Eigentümer Hans Behrendt war gestern nicht zu erreichen. Der 93-Jährige hatte jedoch bereits in der Vergangenheit gegenüber der LL angekündigt, dass er das Haus im alten Stil wieder aufbauen möchte. Ein Eiscafé wird dort nicht mehr einziehen. Für das Geschäft soll es aber Interessenten geben.
Rückblende: Am 12. Februar 2010 gab es eine Art Explosion in dem Eiscafé. Erste Zeugen am Brandort sprachen von einem Feuerball. Die Hitze war so stark, dass im auf der anderen Straßenseite gelegenen „Schmiede-Eck“ die Scheiben platzten. Die Feuerwehr konnte das Venezia nicht mehr retten, ein Übergreifen der Flammen auf das restliche Gebäude aber weitgehend verhindern. Das griechische Restaurant konnte weitermachen, der Döner-Imbiss war mehrere Monate geschlossen.
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